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Brennpunkte „Costa Concordia“ - Unglück, Prozess, Bergung
Nachrichten Brennpunkte „Costa Concordia“ - Unglück, Prozess, Bergung
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14:47 16.09.2013
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Berlin

13. Januar 2012: Die „Costa Concordia“ rammt vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen und kentert. An Bord sind mehr als 4200 Passagiere und Besatzungsmitglieder.

18. Juni: Gut fünf Monate später beginnt die Bergung des Wracks.

11. Juli: In einem Fernseh-Interview spricht der Kapitän von einem „banalen Unfall“, bittet aber auch um Vergebung.

13. September: Irrtümer und Mängel haben einem offiziell noch nicht veröffentlichten Gutachten zufolge zum Unglück geführt. Das berichten italienische Medien.

10. Oktober: Der Unglückskapitän sei bereits im Juli entlassen worden, teilt die Reederei mit. Schettino klagt dagegen.

20. Oktober: Eine einwöchige Beweisaufnahme bestätigt aus Sicht der Staatsanwaltschaft die Verantwortung des Kapitäns.

2. November: Das Wrack der „Costa Concordia“ ist gesichert. Es kann jetzt nicht mehr in tiefes Wasser absinken.

10. April 2013: Die Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere einigt sich mit der Justiz auf einen Vergleich. Sie muss eine Million Euro Strafe zahlen, die Ermittlungen gegen die Gesellschaft werden eingestellt.

15. April: Rund 15 Monate nach der Havarie beginnen vor einem Gericht in Grosseto erste Voranhörungen zu einem möglichen Prozess. Die Staatsanwaltschaft hatte gefordert, ein Verfahren gegen Schettino und fünf weitere Beschuldigte zu eröffnen.

22. Mai: Der Prozess gegen Schettino soll am 9. Juli beginnen, entscheidet das Gericht. Ihm werden unter anderem fahrlässige Tötung und Körperverletzung sowie das Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.

9. Juli: Das Gericht vertagt den Prozess wegen eines Streiks der Anwälte gleich nach Beginn auf den 17. Juli.

17. Juli: Der Prozess geht mit der Verlesung der Anklage weiter.

21. Juli: Vier Crewmitglieder und ein Manager der Gesellschaft CostaCrociere erhalten Haftstrafen zwischen anderthalb und knapp drei Jahren. Die fünf Männer hatten ihre Schuld zugegeben, um die Strafen zu vermindern. Nach einer Einigung zwischen Anklagevertreter und Verteidigung wurden sie daher ohne Prozess verurteilt.

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