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Brennpunkte Das Leben des mächtigsten Drogenhändlers der Welt
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10:32 20.01.2017
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Mexiko-Stadt

Mexiko hat den Drogenboss Joaquín „El Chapo“ Guzmán an die USA ausgeliefert. Der frühere Chef des Sinaloa-Kartells blickt auf ein bewegtes Leben in der mexikanischen Unterwelt zurück.

4. April 1957: Joaquín Guzmán Loera - so der volle Namen - wird in dem Dorf La Tuna de Badiraguato im Bundesstaat Sinaloa im Nordwesten von Mexiko geboren.

1980: Guzmán wird Mitglied des Guadalajara-Kartells von Miguel Ángel Félix Gallardo.

9. April 1989: Félix Gallardo wird festgenommen und das Guadalajara-Kartell zerfällt. Guzmán gründet das Sinaloa-Kartell.

24. Mai 1993: Bei einer Schießerei zwischen Mitgliedern des Tijuana-Kartells und des Sinaloa-Kartells auf dem Flughafen von Guadalajara kommen sieben Menschen ums Leben, darunter der Kardinal Juan Jesús Posadas Ocampo. Den Ermittlern zufolge wurde er mit „El Chapo“ verwechselt.

9. Juni 1993: Guzmán wird in Guatemala festgenommen und an Mexiko ausgeliefert.

22. November 1995: „El Chapo“ wird zu 20 Jahren Haft verurteilt und in das Hochsicherheitsgefängnis Puente Grande im Bundesstaat Jalisco gebracht.

19. Januar 2001: Versteckt in einem Wäschewagen und mit Hilfe des Wachpersonals flieht Guzmán aus dem Gefängnis.

2. Juli 2007: „El Chapo“ heiratet die damals 18-jährige Schönheitskönigin Emma Coronel Aispuro.

2009: Mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde US-Dollar nimmt die Zeitschrift „Forbes“ Guzmán in die Liste der reichsten Menschen der Welt auf.

Februar 2012: „El Chapo“ entgeht in Los Cabos knapp seiner Verhaftung. Zu dem Zeitpunkt treffen sich zahlreiche Außenminister in dem Badeort, um den G20-Gipfel vorzubereiten.

Februar 2013: Die Organisation Chicago Crime Commission erklärt Guzmán zum Staatsfeind Nummer 1 - ein Titel, der zuvor nur an den US-Gangster Al Capone vergeben wurde.

22. Februar 2014: Marineinfanteristen nehmen „El Chapo“ in der Küstenstadt Mazatlán im Bundesstaat Sinaloa fest.

11. Juli 2015: Guzmán flieht durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel aus dem Hochsicherheitsgefängnis El Altiplano.

8. Januar 2016: Marineinfanteristen fassen Guzmán nach einer Schießerei mit seinen Leibwächtern in der Stadt Los Mochis im Bundesstaat Sinaloa.

20. Mai 2016: Das mexikanische Außenministerium stimmt einer Auslieferung in die USA zu. Gerichte in den US-Bundesstaaten Texas und Kalifornien haben eine Überstellung beantragt.

19. Januar 2017: Ein Gericht in Mexiko-Stadt lehnt einen Antrag Guzmáns auf Schutz vor der Abschiebung ab. Damit sind alle Rechtsmittel ausgeschöpft. „El Chapo“ wird an die USA ausgeliefert.

dpa

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