Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Die Katastrophe von Tschernobyl
Nachrichten Brennpunkte Die Katastrophe von Tschernobyl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:42 29.11.2016
Anzeige
Tschernobyl

Am 26. April 1986 geriet ein Versuch in dem ukrainischen Kraftwerk Tschernobyl außer Kontrolle. Der Reaktorkern wurde zerstört und das Kraftwerksgebäude schwer beschädigt. Durch die Explosionen wurde eine extrem große Menge Radioaktivität freigesetzt.

- Insgesamt halfen rund 600 000 sogenannte Liquidatoren (zunächst vor allem Mitarbeiter des Kraftwerks und Feuerwehrleute) die Folgen der Katastrophe zu mindern.

- 134 der Arbeiter wurden so stark verstrahlt, dass sie an akuter Strahlenkrankheit litten. 28 starben innerhalb von wenigen Tagen und Wochen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass insgesamt rund 2200 Arbeiter vorzeitig an Strahlenschäden sterben werden.

- Etwa 116 000 Menschen wurden im Laufe des Jahres 1986 aus den umliegenden Gebieten in Sicherheit gebracht und umgesiedelt.

- Seit 1990 wurden mehr als 6000 Fälle von Schilddrüsenkrebs in eißrussland, Russland und der Ukraine gemeldet - eine weit höhere Zahl, als statistisch gesehen zu erwarten wäre. Weil sich Schilddrüsenkrebs sehr gut behandeln lässt, starb nur etwa ein Prozent der Betroffenen an den Folgen der Krankheit.

- Abgesehen von den Schilddrüsenkrebs-Fällen ist der WHO zufolge kein Anstieg der Krebsquote in den belasteten Gebieten festzustellen. Dabei muss man zwischen klar messbaren Fällen und Prognosen unterscheiden: In Modellrechnungen geht auch die WHO allein unter den Liquidatoren und den Bewohnern der am stärksten betroffenen Zone von etwa 4000 Todesfällen wegen Strahlenschäden bis 2081 aus. Einige Studien und Berichte legen auch eine weit höhere Anzahl von Krebs- und Leukämiefällen nahe. Der WHO zufolge ist dies jedoch nicht eindeutig festzustellen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Tag für Tag ringen syrische Regierungstruppen und Rebellen um Aleppo. Während Tausende Zivilisten hoffen, den erbitterten Kämpfen zu entfliehen, gehen den Zurückgebliebenen die letzten Vorräte aus.

29.11.2016

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) stellt heute in Berlin ihre Pläne für das Arbeiten in der digitalen Ära vor.

29.11.2016

Als höchst besorgniserregend bezeichnen die Vereinten Nationen die Lage im syrischen Aleppo.

29.11.2016
Anzeige