Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Die Spurensuche der Ermittler im Mordfall Endingen
Nachrichten Brennpunkte Die Spurensuche der Ermittler im Mordfall Endingen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:32 03.06.2017
Die Ortschaft Endingen: Sieben Monate nach dem Mord an einer Joggerin in Endingen bei Freiburg hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Quelle: Patrick Seeger
Anzeige
Endingen

Zwei junge Frauen werden getötet, im Abstand von fast drei Jahren und hunderte Kilometer voneinander entfernt. Trotzdem kommt die Polizei schließlich einem Verdächtigen auf die Spur. Wie hat sie das gemacht?

- Nach dem Verbrechen an der französischen Studentin im Januar 2014 stellt die Polizei in Kufstein DNA-Spuren vom Täter und die Tatwaffe sicher. Die Ermittler kommen damit zunächst aber nicht weiter. Die Eisenstange, der Tatort in der Nähe einer vielbefahrenen Lkw-Route und der Tattag an einem Sonntag, an dem Lkw nicht fahren dürfen, sprechen für einen Lastwagenfahrer als Täter.

- Nach dem Mord an der Joggerin in Endingen im November 2016 entdecken die Ermittler Parallelen: Eisenstange als Tatwaffe, Autobahn-Nähe, Tat an einem Sonntag. Auch die DNA-Spuren passen.

- Die Polizei wertet rund 50 000 Datensätze aus dem österreichischen Lkw-Maut-Abrechnungssystem aus. Man grenzt sie auf Fahrzeuge ein, die zum fraglichen Zeitpunkt in Kufstein waren und dort auch Standzeiten hatten. Die Eisenstange, eine Lkw-Hubstange, kann einem bestimmten Fabrikat zugeordnet werden, was die Zahl weiter eingrenzt.

- Nun schreiben die Ermittler die Speditionen an, die infrage kommen. Eine davon übermittelt die Daten mehrerer Fahrer, auf einen davon deuten gleich mehrere Indizien: sein Wohnort in der Region, sein Handy, sein Auto.

- Die Polizei sucht den Mann auf, nimmt eine Speichelprobe und stellt fest: Er ist der Gesuchte, der die Spuren an beiden Opfern hinterlassen hat. Keine halbe Stunde später wird er festgenommen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mehrere tausend Menschen haben in Karlsruhe mit bunten Protestzügen zumeist friedlich gegen ein Treffen von Rechtsextremen demonstriert.

03.06.2017

Bei dem zweiten schweren Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul in nur vier Tagen sind mindestens 20 Menschen getötet worden.

03.06.2017

Bunt statt braun: Mit Sprechchören, Ballons und Trillerpfeifen wenden sich Karlsruher gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremen. Meist bleibt es friedlich. Doch es fliegen auch Flaschen und Böller.

03.06.2017
Anzeige