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Brennpunkte Die wichtigsten Streitpunkte zwischen den USA und Mexiko
Nachrichten Brennpunkte Die wichtigsten Streitpunkte zwischen den USA und Mexiko
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18:52 26.01.2017
Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto hatte bereits angekündigt, sein Land unabhängiger von den Vereinigten Staaten machen zu wollen.  Quelle: Especial/NOTIMEX
Mexiko-Stadt

Nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump dürfte sich das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko deutlich abkühlen.

Die wichtigsten Konfliktfelder:

HANDEL: USA, Kanada und Mexiko sind über das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (Nafta) verbunden. Nach Trumps Einschätzung hat der Vertrag Mexiko genutzt und den USA geschadet. Insbesondere seien durch die Abwanderung von US-Unternehmen Arbeitsplätze verloren gegangen. Er will Nafta neu verhandeln oder sogar aufkündigen. Mexiko steht einer Reform des über 20 Jahre alten Abkommens aufgeschlossen gegenüber. Beispielsweise wollen die Mexikaner neue Bereiche wie Telekommunikation, elektronischen Handel und Energie mit einbeziehen.

ZÖLLE: Über Nafta sind die Zölle zwischen den USA und Mexiko weitgehend weggefallen. Trump hat angekündigt, in Mexiko gefertigte Produkte von US-Unternehmen beim Import in die Vereinigten Staaten mit hohen Zöllen zu belegen. Damit will er verhindern, dass Firmen ihre Produktion von den USA nach Mexiko verlegen. Die mexikanische Regierung droht mit Gegenmaßnahmen, sollte Trump die Strafzölle tatsächlich einführen. So könnte Mexiko seinerseits hohe Abgaben auf US-Importe erheben, beispielsweise auf Mais.

GRENZMAUER: Trump will an der über 3000 Kilometer langen Grenze zwischen den USA und Mexiko eine Mauer errichten, um die illegale Einwanderung zu stoppen. Mexiko soll für die Mauer zahlen. Die mexikanische Regierung hat wiederholt erklärt, dass sie nicht für die Kosten aufkommen werde. Denkbar wäre, dass die USA den Bau über Strafzölle auf in Mexiko gefertigte Produkte oder mit Steuern auf Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern in die Heimat finanzieren.

MIGRATION: Trump hat angekündigt, Millionen illegaler Einwanderer abzuschieben. In einem ersten Schritt wären davon vor allem straffällig gewordene Migranten ohne Aufenthaltsberechtigung betroffen. Die Integration von Millionen Menschen dürfte Mexiko vor große Probleme stellen. Zudem sind die Überweisungen von in den USA arbeitenden Mexikanern ein wichtiger Devisenbringer für das Land. Mexiko bereitet sich bereits auf die Aufnahme zahlreicher abgeschobener Landsleute vor. Zuletzt kündigte die Regierung an, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Bildungs- und Berufsabschlüssen zu vereinfachen.

dpa

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