Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Duterte entschuldigt sich für Hitler-Vergleich
Nachrichten Brennpunkte Duterte entschuldigt sich für Hitler-Vergleich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 03.10.2016
Anzeige
Manila

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat sich bei der jüdischen Gemeinde „zutiefst“ für seinen Vergleich zwischen seinem Krieg gegen die Drogen und Hitlers Holocaust entschuldigt.

Es sei nie seine Absicht gewesen, die Erinnerung an sechs Millionen Juden, die von den Deutschen ermordet wurden, zu schmälern, sagte Duterte am Sonntag. „Nicht, dass ich etwas Falsches gesagt habe, aber ich will einfach nicht mit dem Gedenken herumspielen“, sagte er bei einer Veranstaltung. „Daher entschuldige ich mich tiefgründig und zutiefst bei der jüdischen Gemeinde.“

Zuvor hatte Duterte seinen brutalen Anti-Drogen-Krieg mit dem millionenfachen Mord an Juden während des Holocaust verglichen. „Hitler hat drei Millionen Juden massakriert. Nun, es gibt (hier) drei Millionen Drogenabhängige. Ich würde sie gerne abschlachten“, sagte Duterte am Freitag in Manila.

Mit diesen Aussagen hatte Duterte heftige internationale Kritik ausgelöst. Duterte beleidigt auch immer wieder Kritiker und politische Gegner. So nannte er Papst Franziskus und US-Präsident Barack Obama „Hurensohn“.

Der philippinische Staatschef führt einen kompromisslosen Krieg gegen Rauschgifthändler. Von Anfang Juli bis Ende September wurden 1247 Menschen bei Polizeiaktionen getötet, in weiteren 1721 ungeklärten Tötungsdelikten wird ermittelt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist ein lebensgefährliches Spiel: Graffiti sprühen auf den Anlagen der Bahn. In Berlin starben nun zwei junge Männer.

04.10.2016

Weniger engagiert: Viele Beschäftigte, die kein Vertrauen in die eigene Firma oder den Chef haben, machen einer Studie zufolge „Dienst nach Vorschrift“.

03.10.2016

Nach der Ablehnung des Abkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und der linken Guerillaorganisation Farc will der frühere Präsident Álvaro Uribe den Vertrag neu aushandeln.

03.10.2016
Anzeige