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Dutzende Tote bei IS-Selbstmordanschlag in Bagdad

Bagdad Dutzende Tote bei IS-Selbstmordanschlag in Bagdad

Dieses Jahr will das irakische Militär die Terrormiliz IS aus ihrem Land vertreiben. Die Dschihadisten senden aber weiter blutige Botschaften in die Hauptstadt.

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Erst im vergangenen August war es in Sadr City - einem überwiegend schiitischen Viertel von Bagdad - zu einem schweren Anschlag mit über 70 Toten gekommen. Nun rissen erneut Sprengsätze Unschuldige in den Tod.

Quelle: Ahmed Ali/archiv

Bagdad. Bei einem schweren Selbstmordanschlag im Osten der irakischen Hauptstadt Bagdad sind Dutzende Menschen getötet worden. Wie die Nachrichtenseite „Alsumaria“ unter Verweis auf die Polizei berichtete, starben mindestens 28 Menschen.

62 weitere wurden bei dem Attentat in dem vor allem von Schiiten bewohnten Stadtteil Sadr City verletzt. Auch Kinder seien unter den Opfern. In einer zunächst nicht überprüfbaren Online-Botschaft bekannte sich die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu der Tat. Darin war von zwei Selbstmordattentätern die Rede.

Dem Bericht zufolge war ein Attentäter mit einem Motorrad unterwegs und sprengte sich nahe einer Gruppe von Menschen auf einem Markt in die Luft. Die Opfer hätten vor einem Laden für Mobiltelefone gestanden. Die sunnitischen Dschihadisten vom IS hatten sich bereits regelmäßig zu früheren Anschlägen in Bagdad und anderen Städten bekannt. Die Terrormiliz beherrscht auch nach Rückschlägen in den vergangenen Monaten große Teile im Norden und Westen des Landes.

Zuvor hatten Bewohner bereits schon von einem IS-Angriff auf Armeegebäude im Gebiet Abu Ghraib im Westen Bagdads berichtet. Das irakische Militär teilte zugleich mit, es habe eine Attacke des Islamischen Staates abgewehrt und zwei Männer getötet, die sich in die Luft sprengen wollten.

Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte vor kurzem angekündigt, den IS in diesem Jahr aus dem Irak vertreiben zu wollen. Vor einigen Wochen hatten die Streitkräfte die bereits im Dezember zu weiten Teilen zurückeroberte Provinzhauptstadt Ramadi vollständig für befreit erklärt. Es wird nun mit einem Angriff auf die inoffizielle IS-Hauptstadt Mossul gerechnet.

dpa

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