Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Experten warnen vor gefährlichen Kräutermischungen
Nachrichten Brennpunkte Experten warnen vor gefährlichen Kräutermischungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:42 20.06.2016
Anzeige
Berlin/Mainz

Jugendschützer warnen vor dem zunehmenden Kauf vermeintlich harmloser Kräutermischungen und Badesalze: Diese könnten zu Kreislaufversagen, Psychosen oder gar zum Tod führen.

Vor allem junge Leute bestellten sogenannte Legal Highs vornehmlich über das Internet. Experten der bundesweit aktiven Mainzer Internetplattform „jugendschutz.net“ kritisierten am Montag bei der Vorstellung ihres Jahresberichts in Berlin, dass Händler Legal Highs als Lebensbereicherung und Stressbewältigung darstellten.

Zudem machten sie den Kauf dieser Produkte sehr einfach. Bei allen bei einer Stichprobe überprüften 62 Internetshops sei eine Bestellung ohne Alterskontrolle möglich gewesen. Oft schreiben die Händler demnach, die Mischungen seien nur Raumdüfte und nicht zum Essen oder Rauchen geeignet - ein Vorgehen, dass von „jugendschutz.net“ als reine Verschleierung eingestuft wird. Viele Anbieter priesen ihre Kräutermischungen ausdrücklich als „legal“ an.

Das Universitätsklinikum Freiburg kam „jugendschutz.net“ zufolge bei einer Analyse zwischen April 2015 und März 2016 zu anderen Ergebnissen: Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der 471 untersuchten Produkte fielen unter das Betäubungsmittelgesetz. 73 Prozent der Mischungen hätten starke psychoaktive Substanzen enthalten, von denen bekannt sei, dass sie zu gefährlichen Vergiftungen führten können.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat die Menschen dazu aufgerufen, Flüchtlingen beizustehen und ihnen zu helfen.

20.06.2016

65,3 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht - eine Herausforderung auch für Hilfsorganisationen.

20.06.2016

Von Syrien bis zum Südsudan, von Burundi bis zur Ostukraine: Blutige Konflikte vertreiben immer mehr Menschen. Die Vereinten Nationen beklagen einen neuen traurigen Rekord - und das Abnehmen der Hilfsbereitschaft.

20.06.2016
Anzeige