Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte FBI verhindert Terroranschlag in San Francisco
Nachrichten Brennpunkte FBI verhindert Terroranschlag in San Francisco
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:54 23.12.2017
Von einer Aussichtsplattform aus ist die Skyline von San Francisco zu sehen (Aufnahme mit Zoom-Effekt). Quelle: Heiko Lossie
Los Angeles

Die US-Sicherheitsbehörde FBI hat in Kalifornien einen ehemaligen Marinesoldaten festgenommen, der für den ersten Weihnachtsfeiertag einen Terroranschlag in San Francisco geplant haben soll.

Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die US-Medien am Freitag online veröffentlichten. Das FBI wirft dem Verdächtigen den Versuch vor, eine ausländische Terrororganisation zu unterstützen.

Demnach soll der 26-Jährige Sympathien für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geäußert haben. Als Anschlagsziel habe er den beliebten Pier 39 mit zahlreichen Touristenattraktionen im Nordosten der Stadt gewählt. Er habe unter anderem Sprengkörper und Sturmgewehre einsetzen wollen.

Berichten zufolge soll der Terrorverdächtige zuvor mit einem verdeckten Ermittler des FBI über den geplanten Anschlag gesprochen haben. Demnach habe er etwas Ähnliches geplant wie die Attacke in New York an Halloween, bei der ein Attentäter mit einem Lieferwagen in Fußgänger und Radfahrer gerast war, oder die Attacke in San Bernardino vor zwei Jahren. In San Bernardino waren im Dezember 2015 bei einer Veranstaltung der Gesundheitsbehörde 14 Menschen getötet worden.

Angeblich habe er den Agenten, den er für einen IS-Kontakt hielt, um Materialien für eine Rohrbombe gebeten. Er habe auch einen Plan dargelegt, wie er die Passanten an einen Ort leiten könne, um auf sie zu schießen. Demnach sei der 26-Jährige bereit gewesen, selbst bei der Attacke umzukommen.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am Mittwoch hatten FBI-Mitarbeiter Waffen, Munition und Feuerwerkskörper beschlagnahmt sowie das Testament des Terrorverdächtigen und einen Brief, der offenbar den Ermittlern nach einer Tat in die Hände fallen sollte.

In dem Brief bezieht sich der 26-Jährige laut Berichten auf die jüngste Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als israelische Hauptstadt anzuerkennen. „Ihr seid selbst daran schuld“, soll es darin heißen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Zahl der in Deutschland vermisst gemeldeten Menschen ist im laufenden Jahr auf vergleichsweise hohem Niveau geblieben.

23.12.2017

Der Bonner Weihnachtsmarkt ist am späten Abend teilweise geräumt worden - wegen mehrerer verdächtiger Päckchen. Das teilte die Polizei mit.

23.12.2017

Regelmäßig gibt es Razzien und Festnahmen in der Islamisten-Szene, regelmäßig werden Anschlagspläne öffentlich. Die Bundesanwaltschaft hat alle Hände zu tun mit Terrorfällen, viele gibt sie inzwischen weiter an die Länder. Wird die Justiz mit der Aufgabe noch fertig?

23.12.2017