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Brennpunkte Feuer wüten im Norden Kaliforniens: Mindestens elf Tote
Nachrichten Brennpunkte Feuer wüten im Norden Kaliforniens: Mindestens elf Tote
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17:23 10.10.2017
Nach ersten Schätzungen sollen 1500 Gebäude abgebrannt sein. Quelle: Jeff Gritchen
San Francisco

Rasch um sich greifende Wald- und Buschbrände haben im Norden Kaliforniens mindestens elf Menschen das Leben gekostet und mehr als tausend Häuser zerstört. Feuerwehrleute kämpften auch heute weiter gegen die Flammen, mehrere Gegenden mussten evakuiert werden.

Das Ausmaß der Zerstörung wurde erst nach und nach sichtbar. Allein im Bezirk Sonoma County starben nach Angaben der Polizei sieben Einwohner. Im Yuba County kam ebenfalls ein Mensch ums Leben, wie der Sender KPIX berichtete. Zuvor waren ein Todesopfer in Napa Valley und zwei im Bezirk Mendocino gemeldet worden. Dutzende Menschen wurden den Angaben nach verletzt. Bei den Behörden von Sonoma County gingen zudem mehr als 100 Berichte über vermisste Personen ein, wie ein Sprecher berichtete.

Bei starken Winden hatten sich mehr als ein Dutzend Brände ausgebreitet. Schätzungen zufolge sollen mehr als 1500 Gebäude abgebrannt sein. Etwa 20.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen und in Sicherheit gebracht werden. Der Gouverneur des Westküstenstaates, Jerry Brown, rief in mehreren Bezirken den Notstand aus. Tausende Häuser seien bedroht, hieß es.

Großen Schaden richteten die Flammen in den Wein-Tälern Napa und Sonoma an. In der Kleinstadt Santa Rosa brannten mehrere Wohngebiete ab. Dort leben rund 175.000 Menschen. Fernsehbilder zeigten verwüstete Straßenzüge mit ausgebrannten Fahrzeugen und verkohlten Häusermauern. In einem Trailerpark mit Wohnmobilen seien mehr als 100 Behausungen zerstört worden, sagte ein Mitarbeiter der Anlage dem Sender KPIX. Alle Bewohner, überwiegend ältere Menschen, seien rasch in Sicherheit gebracht worden. Auch zwei große Hotels brannten nieder.

Die Brände hätten viele Regionen einfach überrollt, sagte Kaliforniens Feuerwehrchef Ken Pimlott bei einer Pressekonferenz. Viele Menschen hätten rasch die Flucht ergreifen müssen. Bei großer Hitze und starken Winden fraßen sich die Flammen schnell durch die trockene Vegetation. Der Rauch von den Buschfeuern war auch im knapp 100 Kilometer entfernten San Francisco noch zu spüren.

dpa

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