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Fünf Bergwanderer in Kanada 500 Meter in den Tod gestürzt

Eisbrett abgebrochen Fünf Bergwanderer in Kanada 500 Meter in den Tod gestürzt

Tragisches Unglück auf Mount Harvey in Westkanada: Eine Gruppe erfahrener Bergwanderer erreicht den Gipfel, doch dann bricht plötzlich das Eis unter ihren Füßen weg.

Blick auf die kanadischen Rockys. Im Westen des Landes sind fünf Bergwanderer verunglückt.

Quelle: Nick Didlick

Vancouver. Fünf Bergwanderer sind auf dem Gipfel eines Bergs im Westen Kanadas auf ein brüchiges Eisbrett getreten und 500 Meter tief in den Tod gestürzt.

Ein sechster Wanderer überlebte das Unglück vom Samstagnachmittag am Mount Harvey nördlich von Vancouver, weil er hinter der Gruppe zurückgeblieben war, wie der kanadische Sender CTV Vancouver berichtete. Die fünf Bergwanderer hätten gerade den Gipfel erreicht, als sie auf das überhängende Schnee- und Eisbrett getreten seien.

Die Alpinisten gehörten den Angaben zufolge zwei örtlichen koreanischen Bergsteigerclubs an und wohnten alle in der Region um Vancouver in der Provinz British Columbia. Der sechste Bergwanderer hatte am Samstagnachmittag die fünf als vermisst gemeldet und eine Suchaktion in Gang gebracht. Er selbst habe nach seiner Ankunft auf dem Gipfel die anderen nicht gesehen und lediglich Spuren vorgefunden, berichtete der Sender weiter.

Etwa 70 Helfer sowie speziell ausgebildete Spürhunde suchten nach den Vermissten, in der Nacht zum Sonntag mussten die Arbeiten wegen der Dunkelheit unterbrochen werden. Am Sonntag fanden die Spürhunde dann vier Leichen auf den Brocken einer Lawine, die zuvor abgegangen war. Die fünfte Leiche wurde später entdeckt. Experten bestätigten CTV, dass sie durch den Sturz ums Leben gekommen seien und nicht etwa durch einen Lawinenabgang.

Ilya Storm, ein Meteorologe des Wetterdienstes Avalanche Canada, sagte CTV, es sei ungewöhnlich, solche Schnee- und Eisbretter an der Südküste von British Columbia vorzufinden. Sie seien extrem gefährlich, weil sie für Menschen, die auf ihnen gingen, nicht als solche zu erkennen seien. „Es kann oft einladend sein, auf solchen Flächen zu laufen, weil sie flach sind und auch der Schnee flach ist“, sagte er. „Man erkennt nicht, dass man sich in einer Gefahrenzone aufhält, weil die Kante zehn Meter entfernt ist.“

dpa

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