Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Gedenken an Roman Herzog in Berlin
Nachrichten Brennpunkte Gedenken an Roman Herzog in Berlin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:12 24.01.2017
Bundespräsident Joachim Gauck und Alexandra Freifrau von Berlichingen verneigen sich vor dem Sarg des verstorbenen, ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in Berlin. Quelle: Kay Nietfeld
Anzeige
Berlin

Die Spitzen von Staat und Gesellschaft haben sich mit einem Trauergottesdienst von dem im Januar gestorbenen früheren Bundespräsidenten Roman Herzog verabschiedet.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, würdigte am Dienstag im Berliner Dom vor allem Herzogs Einsatz für die Verständigung mit den östlichen Nachbarn Deutschlands. Herzog sei „als Präsident zum Botschafter der Versöhnung geworden“. Der Alt-Bundespräsident war am 10. Januar im Alter von 82 Jahren gestorben.

Der von Herzog 1996 eingeführte Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar werde immer mit seinem Namen verbunden bleiben, sagte Bedford-Strohm. Herzog habe damit „eine Erinnerungskultur unterstrichen und gestärkt, die Liebe zum eigenen Land nicht mit Selbstrechtfertigung und Verdrängen der eigenen dunklen Seiten verwechselt, sondern echte Stärke eine eines Landes genau darin sieht, dass es die dunklen Seiten ehrlich in den Blick nimmt und daraus für die Zukunft lernt“.

Beim anschließenden Staatsakt wollten neben Bundespräsident Joachim Gauck auch der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, und EU-Ratspräsident Donald Tusk sprechen.

Herzog soll am Freitag im baden-württembergischen Schöntal beigesetzt werden. Er war von 1994 bis 1999 Bundespräsident. In seiner Amtszeit hatte Herzog immer wieder vor Reformmüdigkeit gewarnt. Besonders in Erinnerung blieb seine Rede von 1997 mit dem zentralen Satz: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.“ von 1973 bis 1991 war Herzog Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Raumfahrt-Kontrolleure der europäischen Weltraumagentur Esa bereiten sich auch in diesem Jahr auf Erdbeobachtungsmissionen vor.

24.01.2017

Die Briten haben am 23. Juni in einer historischen Volksabstimmung entschieden, die EU zu verlassen (Brexit). In Artikel 50 des EU-Vertrags ist geregelt, wie der Austritt abläuft.

24.01.2017

Die britische Wirtschaft hat sich nach dem Brexit-Votum robuster gezeigt als erwartet.

24.01.2017
Anzeige