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Brennpunkte Gegen den Staat, Christen, Schiiten, Indien
Nachrichten Brennpunkte Gegen den Staat, Christen, Schiiten, Indien
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11:13 25.10.2016
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Islamabad

Pakistan gehört zu den gefährlichstes Ländern der Welt. Dieser Ruf geht auf die Vielzahl militanter islamistischer Gruppen im Land zurück.

Bei Anschlägen wurden seit 2003 nach einer Statistik der Webseite South Asia Intelligence Review fast 60 000 Menschen getötet. Diese Zahl beinhaltet auch Extremisten.

Nachdem das Militär vor drei Jahren begonnen hatte, energisch gegen einige dieser Gruppen vorzugehen, ging die Zahl der Anschläge und Opfer 2015 um fast die Hälfte zurück. Dieses Jahr gab es aber wieder mehr große, blutige Anschläge - fünf bis Mitte Oktober.

Grob lassen sich die Extremisten in Pakistan in drei Gruppen unterteilen. Die größte und bekannteste ist die der Taliban. Taliban gibt es in Pakistan und im Nachbarland Afghanistan. Die Gruppen sind unabhängig voneinander, haben aber beide ihren Ursprung in den religiösen Kämpfern, die in den 1990ern von den USA und Pakistan gefördert wurden, um die Sowjets aus Afghanistan zu vertreiben. Um das Jahr 2002 herum begannen pakistanische Taliban mit Angriffen auf den pakistanischen Staat und auf zivile Einrichtungen. Sie hat das Militär in den vergangenen Jahren besonders stark verfolgt.

Lose mit den Taliban verbunden ist eine der aktivsten und grausamsten Extremistengruppen: die sunnitische Jamaat u-Ahrar, auf deren Konto mindestens zwei große Anschläge in 2016 gingen. Sie richten sich sowohl gegen den Staat als auch gegen Christen und Schiiten.

Andere sunnitische Extremistengruppen wie Lashkar-e-Jhangvi verüben vor allem Terroranschläge gegen die schiitische Minderheit. Untergruppen dieser Organisation - wie Lashkar-e Jhangvi al-Almi (global) haben ihren Fokus ausgeweitet auf Angriffe gegen den Staat.

Eine dritte Gruppe militanter Islamisten greift von Pakistan aus Ziele in Indien (und dort besonders in Kaschmir) an, um die dortigen Muslime zu „befreien“. Zu den bekanntesten dieser Gruppen zählen Lashkar-e-Toiba oder Jaish-e Mohammed.

dpa

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