Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Gericht plant Plädoyers der Zschäpe-Verteidiger
Nachrichten Brennpunkte Gericht plant Plädoyers der Zschäpe-Verteidiger
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:13 13.03.2018
Schild mit der Aufschrift "Verteidigung Zschäpe" im Oberlandesgericht in München. Quelle: Peter Kneffel/archiv
Anzeige
München

Im NSU-Prozess plant das Oberlandesgericht München heute die ersten Plädoyers der Verteidigung. Den Anfang sollen die beiden Vertrauensanwälte der Hauptangeklagten Beate Zschäpe machen, Mathias Grasel und Hermann Borchert. Die Bundesanwaltschaft und die Nebenkläger haben bereits plädiert.

Die Bundesanwaltschaft forderte lebenslange Haft für Zschäpe. Die Anklagebehörde sah es nach der Beweisaufnahme als erwiesen an, dass Zschäpe als Mittäterin der zehn Morde und aller weiteren Verbrechen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ zu bestrafen sei. Bis auf einen waren alle Morde fremdenfeindlich motiviert.

Allerdings muss das Gericht vor den Verteidigerplädoyers noch mehrere Hindernisse aus dem Weg räumen. So haben die Verteidiger des mutmaßlichen NSU-Waffenbeschaffers Ralf Wohlleben außerhalb der Hauptverhandlung einen neuen Beweisermittlungsantrag eingebracht. Darin fordern sie, ein Protokoll des NSU-Untersuchungsausschusses von Baden-Württemberg beizuziehen, sagte Wohlleben-Anwältin Nicole Schneiders. Dort hatte vergangene Woche ein Mann ausgesagt, er habe Waffen an einen mit NSU-Terrorist Uwe Böhnhardt befreundeten Neonazi weitergegeben. Noch nicht entschieden ist auch über einen Antrag der drei Zschäpe-Pflichtverteidiger Wolfgang Heer, Wolfgang Stahl und Anja Sturm auf Entlassung aus dem Verfahren.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Formularsprache darf männlich bleiben - Frauen erleiden aus Sicht des BGH keinen Nachteil, wenn sie in Vordrucken als „Kunde“ angesprochen werden. Eine Sparkassen-Kundin hatte mit ihrer Klage keinen Erfolg. Doch für sie soll der Kampf weitergehen.

14.03.2018

Knapp acht Wochen nach Beginn ihrer Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien haben die türkischen Streitkräfte die Stadt Afrin eingekesselt.

13.03.2018

Einfach nur ein Boxclub oder eine kriminelle Vereinigung? Das Innenministerium hält die Rockergruppe „Osmanen Germania“ für gefährlich - und hat zum Schlag gegen die türkischstämmige Gruppe ausgeholt.

14.03.2018
Anzeige