Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte „Große Firewall“: Wie twittert Trump in China?
Nachrichten Brennpunkte „Große Firewall“: Wie twittert Trump in China?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:32 09.11.2017
Der Kurznachrichtendienst Twitter gehört zu den beliebtesten Kommunikationsmitteln des US-Präsidenten. Quelle: Markus Schreiber
Anzeige
Peking

Wie twittert US-Präsident Donald Trump eigentlich in China, wo der Kurznachrichtendienst doch gesperrt ist? Diese Frage beschäftigt viele chinesische Internetnutzer anlässlich dessen ersten China-Besuchs.

Auf Fragen versicherte der chinesische Vizeaußenminister Zheng Zeguang im Vorfeld, sie sollten „keine Bedenken über die Fähigkeit des Präsidenten haben, mit der Außenwelt zu kommunizieren“.

Die Antwort sei auch ganz einfach, sagten Kenner, vorausgesetzt der US-Präsident nutzt sein Handy. So seien Datenverbindungen mit ausländischen SIM-Karten in China nicht zensiert. Am Computer bräuchte Trump aber schon eine Tunnelverbindung, die Chinas Behörden massiv stören. Nur mit einer solchen Virtual Private Network (VPN) genannten Verbindung kann Chinas „Große Firewall“ umgangen werden, die soziale Medien wie Twitter oder Facebook sperrt.

Trump werde wohl „das Netzwerk des amerikanischen Präsidenten benutzen - das mit der speziellen Atombomben-Leitung?“, spekulierte ein Nutzer. Ein anderer fragte, ob Trump eine „besondere Erlaubnis“ bekomme. Ob der Präsident in China vielleicht eine Sendepause einlegen werde, fragten Journalisten in seinem Tross. „Nein. Der Präsident wird twittern, was immer er will“, sagte ein Diplomat. „Ich bin sicher, dass wir die Ausrüstung an Bord dieses Flugzeuges haben, damit das möglich ist.“

Chinas Zensur sperrt nicht nur Twitter, sondern auch den Video-Dienst YouTube, alle Googledienste wie Suche oder den E-Mail-Dienst Gmail, ausländische Medien wie die „New York Times“ oder das „Wall Street Journal“ und chinakritische Webseiten. Selbst der Chat-Dienst WhatsApp ist zunehmend gestört.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Vorräte der Vereinten Nationen für notleidende Menschen im Jemen reichen nur noch für wenige Wochen.

09.11.2017

Nach den Schüssen von Texas verdichten sich die Anzeichen, dass es im Vorfeld auch Versäumnisse bei Behörden gab. Der Schütze hätte eigentlich keine Waffen kaufen dürfen. Wasser auf die Mühlen der Waffenlobby.

09.11.2017

Die syrische Armee und ihre Verbündeten haben die letzte große von der Terrormiliz Islamischer Staat gehaltene Stadt im Osten des Landes nahe der Grenze zum Irak gestürmt.

09.11.2017
Anzeige