Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Hintergrund: Der Fall Edward Snowden
Nachrichten Brennpunkte Hintergrund: Der Fall Edward Snowden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:27 08.11.2013
Demonstranten protestieren Ende Juli in Hannover gegen die Abhörmaßnahmen durch die NSA. Foto: Peter Steffen
Berlin

Edward Snowdens Enthüllungen über Ausspähprogramme des US-Geheimdienstes NSA sorgen seit Monaten weltweit für Aufsehen.

5./6. Juni 2013: Zeitungen in den USA und Großbritannien berichten, dass die US-Regierung die Rechner von Internet-Firmen anzapft, um sich Zugang zu Fotos, E-Mails oder Kontaktdaten zu verschaffen. Das geheime Spionageprogramm „Prism“ besteht demnach seit 2007.

9. Juni: Snowden offenbart sich im britischen „Guardian“ als Quelle der Enthüllungen. Er war rund drei Wochen zuvor mit Geheimdokumenten von Hawaii nach Hongkong geflohen und hofft nun auf Asyl.

21. Juni: US-Medien berichten, die USA haben Anklage gegen Snowden wegen Spionage und Diebstahls erhoben. Laut „Guardian“ überwacht der britische Geheimdienst GCHQ weltweit Telefone und Internet.

23. Juni: Snowden landet aus Hongkong kommend auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo. Ecuadors Außenminister teilt mit, Snowden habe in seinem Land Asyl beantragt.

26. Juni: Der Informant hat nach der Annullierung seiner Dokumente durch die USA keinen gültigen Pass mehr und kann den Transitbereich des Airports nicht verlassen.

1. Juli: Russlands Präsident Wladimir Putin bietet Snowden Asyl in Russland an, der stellt ein entsprechendes Gesuch.

2. Juli: Snowden zieht seinen Asylantrag in Russland zurück. Er wollte laut Kreml nicht auf die Bedingung Putins eingehen, den USA nicht weiter zu schaden.

5./6. Juli: Venezuela, Nicaragua und Bolivien bieten Snowden Asyl an.

16. Juli: Snowden beantragt nun doch Asyl in Russland.

1. August: Snowden erhält vorläufiges Asyl in Russland und verlässt den Flughafen. Er darf nun ein Jahr lang im Land bleiben, sein russischer Wohnort wird aus Sicherheitsgründen geheimgehalten.

7. August: US-Präsident Barack Obama sagt ein für Anfang September geplantes Einzeltreffen mit Putin am Rand des St. Petersburger G-20-Gipfels wegen der Spannungen um Snowden ab.

31. Oktober: Unter strenger Geheimhaltung trifft der Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele Snowden in Russland. Der Informant habe grundsätzliches Interesse, in Deutschland zur NSA-Spähaffäre auszusagen, sagt Stöbele anschließend.

Snowden-Brief

Snowden-Brief in Übersetzung

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Edward Snowden hat eine der größten Geheimdienstaffären der vergangenen Jahren ans Licht gebracht.

08.11.2013

Geheimdienstenthüller Edward Snowden ist grundsätzlich zu einem Gespräch mit deutschen Behörden bereit. Zuerst will er jedoch seine Situation geklärt wissen.

09.11.2013

Frankfurt (Oder) (dpa) - Eine blutige Attacke im Rockermilieu wird nach über vier Jahre neu aufgerollt: Ein Prozess wegen versuchten Totschlags, ...

02.11.2013
Anzeige