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Brennpunkte Hintergrund: Der britische Daten-Sauger Tempora
Nachrichten Brennpunkte Hintergrund: Der britische Daten-Sauger Tempora
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02:43 05.07.2013
Auf britischem Gebiet sollen 200 Datenleitungen angezapft worden sein. Foto: Sven Hoppe
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Berlin

enstück Tempora deutlich mehr.

Laut Unterlagen, die der US-Informant Edward Snowden dem „Guardian“ übergab, zapft der britische Abhördienst GCHQ in großem Stil die Glasfaser-Leitungen an, über die der transatlantische Datenverkehr läuft. Die Operation mit dem Codenamen Tempora, bei der riesige Datenmengen für bis zu 30 Tage gespeichert und ausgewertet werden, läuft demnach seit rund 18 Monaten.

Das Ausmaß ist beeindruckend: Täglich seien schon vor einem Jahr 600 Millionen „Telefon-Ereignisse“ erfasst worden. 200 Glasfaser-Stränge seien angezapft worden, dabei habe der GCHQ Informationen aus 46 davon gleichzeitig absaugen können. Damit habe man theoretisch jeden Tag 192 Mal den gesamten Inhalt der British Library aufnehmen können.

Die Leitungen seien auf britischem Gebiet angezapft worden. Offenbar war dafür Kooperation aus der Wirtschaft notwendig. In den von Snowden übergebenen Dokumenten ist aber stets nur von „Partnern“ die Rede; die Namen der Unternehmen bleiben geheim. Sie seien zur Zusammenarbeit verpflichtet worden und müssten sie geheim halten.

dpa

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