Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Hintergrund: Die Islamisten-Szene in Deutschland
Nachrichten Brennpunkte Hintergrund: Die Islamisten-Szene in Deutschland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:52 14.08.2016
Anzeige
Berlin

Der Verfassungsschutz rechnet mehr als 43 000 Menschen zur islamistischen Szene in Deutschland. Diese ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen - vor allem durch den starken Zulauf bei der Gruppe der Salafisten, einer besonders konservativen Strömung innerhalb des Islam.

Rund 8650 Leute werden inzwischen der Salafisten-Szene zugerechnet. Die Sicherheitsbehörden stufen viele Islamisten als gefährlich ein. Etwa 1100 Menschen in Deutschland werden dem „islamistisch-terroristischen“ Spektrum zugeordnet. Darunter sind fast 500 sogenannte Gefährder - also Menschen, denen die Polizei grundsätzlich zutraut, dass sie einen Terrorakt begehen könnten. Die Zahl ist so hoch wie nie zuvor. Zum Teil sind auch Rückkehrer aus Dschihad-Gebieten darunter.

Mehr als 800 radikale Islamisten aus Deutschland sind bislang in das Kampfgebiet nach Syrien und in den Irak ausgereist. Viele haben sich dort der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen. Ein Drittel der Ausgereisten ist inzwischen wieder in Deutschland. Bei etwa 70 von ihnen ist bekannt, dass sie Kampferfahrungen gesammelt haben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wer steckt hinter den Bombenanschlägen in Thailand? Keine Terroristen, sondern Gegner der Regierung - sagen die Militärmachthaber. Die Polizei meint sogar, den Drahtzieher zu kennen.

14.08.2016

Bundesinnenminister Thomas de Maizière fordert die Länder auf, ihre Polizei-Einheiten rasch zu verstärken.

21.08.2016

Die Union ist sich beim Thema innere Sicherheit nicht einig. Nicht nur der Koalitionspartner SPD warnt vor Parteiengezänk. Die FDP fürchtet eine weitere Verunsicherung der Bürger.

21.08.2016
Anzeige