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Brennpunkte Hintergrund: Intervention von Strepp aus ZDF-Sicht
Nachrichten Brennpunkte Hintergrund: Intervention von Strepp aus ZDF-Sicht
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13:21 26.10.2012
Mainz

Das ZDF hat die umstrittene Intervention des am Donnerstag zurückgetretenen CSU-Sprechers Hans Michael Strepp genauer geschildert.

Nach einer ZDF-Mitteilung vom Donnerstag ging es um die geplante Berichterstattung der „heute“-Redaktion am vergangenen Sonntag zum bayerischen SPD-Landesparteitag, bei dem der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude zum Spitzenkandidaten für die bayerische Landtagswahl im Herbst 2013 gekürt worden war.

Am Anfang stand der ZDF-Darstellung zufolge eine SMS, die Strepp am frühen Sonntagmorgen an den Leiter des ZDF-Landesstudios in München, Ulrich Berls, schickte. Darin habe sich Strepp nach dem geplanten Umfang der „Berichterstattung Ude“ erkundigt. Und ob diese ungefähr so wie seinerzeit bei den Nominierungen der SPD-Politiker Torsten Albig in Schleswig-Holstein und Stephan Weil in Niedersachsen erfolge? Das seien ja vergleichbare Fälle. Berls rief Strepp daraufhin zurück und teilte ihm mit, dass eine Berichterstattung geplant sei, dafür aber die Zentrale in Mainz zuständig sei.

Später habe Strepp dann - allerdings erfolglos - ebenfalls per SMS versucht, mit dem Leiter der ZDF-Hauptredaktion Aktuelles Kontakt aufzunehmen, um mit ihm über die geplante Berichterstattung zum SPD-Parteitag zu telefonieren.

Strepp habe schließlich direkt in der „heute“-Redaktion angerufen. Der „heute“-Redakteur fasste das Telefonat mit Strepp so zusammen: „Er fragte, ob wir wüssten, dass weder die ARD noch Phoenix über den SPD-Landesparteitag berichten würden. Er sei informiert, dass wir einen Beitrag planten. Weit davon entfernt, in das Programm reinzureden, wolle er aber doch rechtzeitig zu bedenken geben, dass es im Nachklapp Diskussionen geben könnte, wenn das ZDF im Alleingang sende.“

Nach Einschätzung von ZDF-Intendant Thomas Bellut und Chefredakteur Peter Frey wollte Strepp damit entgegen dessen eigener Darstellung auf die ZDF-Berichterstattung über die SPD Einfluss nehmen. „Die Intention des Anrufs war eindeutig“, erklärte Bellut.

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