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Brennpunkte IS-Bastion Al-Rakka angeblich komplett umzingelt
Nachrichten Brennpunkte IS-Bastion Al-Rakka angeblich komplett umzingelt
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16:02 30.06.2017
Ein Soldat der irakischen Armee im Gefecht mit IS-Kämpfern in der Altstadt von Mossul. Wie in Al-Rakka steht der IS auch hier vor der Niederlage. Quelle: Felipe Dana
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Beirut

Die IS-Hochburg Al-Rakka in Nordsyrien ist übereinstimmenden Angaben zufolge von Gegnern der Terrormiliz komplett umzingelt worden. Den IS-Kämpfern sei der letzte Fluchtweg aus ihrem Kontrollgebiet abgeschnitten worden.

Das teilten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und kurdische Quellen am späten Donnerstagabend mit.

Bodeneinheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) setzten die „von ihrer Führung im Stich gelassenen“ Dschihadisten an allen Fronten unter Druck, teilte ein Sprecher der Militäroperation „Inherent Resolve“ mit. Kurdischen Quellen zufolge befinden sich noch gut 4000 IS-Kämpfer in Al-Rakka.

Neben dem fast komplett eroberten Mossul im Irak gilt Al-Rakka am Fluss Euphrat als wichtigste Stadt in den Händen des IS. Der Ort wird seit 2014 von den Extremisten beherrscht. Im November hatte die von den USA geführte Operation zur Befreiung der Stadt aus den Händen der Terrormiliz begonnen.

Drei Jahre nach Ausrufung des IS-Kalifats hatte zuvor Iraks Armee mit der Großen Moschee von Mossul das bisherige Symbol für die Macht der Terrormiliz erobert. Anti-Terroreinheiten brachten am Donnerstag das weitgehend zerstörte Gebäude in Mossuls Altstadt unter Kontrolle, wie ein Armeesprecher erklärte.

Mit der Einnahme der mittlerweile zerstörten Moschee wurde für Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi der Untergang des Kalifats besiegelt. „Wir sehen das Ende des fingierten Daesch-Staates, die Befreiung von Mossul beweist das“, twitterte der irakische Ministerpräsident Haidar al-Abadi. Daesch ist die arabische Abkürzung für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Der IS hatte vor genau drei Jahren in einer Audiobotschaft die Errichtung eines „Islamischen Kalifats“ in Syrien und im Irak verkündet. Einige Tage später zeigte sich IS-Chef Abu Bakr Al-Bagdadi bei einer Freitagspredigt in der Großen Moschee erstmals öffentlich.

dpa

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