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Brennpunkte Iran: USA entwickeln sich zum Verbündeten der IS-Terroristen
Nachrichten Brennpunkte Iran: USA entwickeln sich zum Verbündeten der IS-Terroristen
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12:03 09.06.2017
Polizisten vor dem Parlament in Teheran. Bewaffnete Männer hatten das Gebäude gestürmt. Fot: Erfan Kouchari/Tasnim Quelle: Erfan Kouchari/tasnim
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Teheran

Nach Einschätzung des Irans entwickeln sich die USA zu einem Verbündeten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Nur so sei es zu erklären, dass genau am Tag der zwei IS-Anschläge in Teheran, neue Sanktionen des US-Senats gegen die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erlassen wurden.

„Das war herzlos und dumm“, sagte Parlamentspräsident Ali Laridschani. Die Amerikaner berücksichtigten dabei nicht, dass genau diese Revolutionsgarden in Irak und Syrien gegen IS-Terroristen kämpften und diese ausrotten wollten, so Laridschani.

Es sei bedauerlich zu sehen, dass der ehemalige Vorreiter der Demokratie in der Welt nun nur darauf bedacht sei, mit undemokratischen Ländern Geschäfte zu machen, erklärte der Parlamentspräsident. Für diesen neuen Kurs der USA sei der Waffendeal von US-Präsident Donald Trump mit einem autoritärem Land wie Saudi-Arabien ein klarer Beleg.  

Am Mittwoch hatten IS-Terroristen das Parlament und das Mausoleum des Revolutionsführers Ayatollah Ruhollah Chomeini in Teheran angegriffen. Bei dem Doppelanschlag wurden laut jüngsten Medienangaben mindestens 22 Menschen getötet - darunter auch die Attentäter - und über 50 verletzt. Nach Angaben des iranischen Sicherheitsrates waren die Attentäter Iraner. Eine verdächtige Frau und mehrere Hintermänner sollen zum Verhör festgenommen worden sein.

Der Iran werde sich jedoch weder vom IS noch von den USA und seinem Verbündeten in Riad einschüchtern lassen, sagte Laridschani laut Nachrichtenagentur ISNA bei einer Trauerzeremonie im Parlament für die Opfer der Terroranschläge. Auch Präsident Hassan Ruhani hatte nach den Anschlägen bekräftigt, dass der Kampf gegen den IS erst recht und noch konsequenter weitergeführt werde. Auch oder besonders im Krisengebiet Syrien, so Ruhani.

dpa

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