Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Unionspolitiker springen Söder im Kruzifix-Streit bei
Nachrichten Brennpunkte Unionspolitiker springen Söder im Kruzifix-Streit bei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:33 30.04.2018
Kardinal Reinhard Marx sagte auf Bayerns Ministerpräsident Söder gerichtet: Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden. Quelle: Harald Tittel
Anzeige
München

Im Streit um die Aufhängung von Kruzifixen in bayerischen Behörden erhält Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Rückendeckung aus der Union. Die stellvertretende CSU-Vorsitzende Dorothee Bär wies die Kritik des Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz zurück.

„Die Aussagen von Kardinal Marx verwundern sehr. Vor drei Jahren plädierte er noch öffentlich für den Verbleib der Kreuze in Schulen und Gerichtssälen“, sagte die Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt dem „Handelsblatt“. Niemand könne leugnen, „dass unser Heimatland christlich-jüdisch geprägt ist“.

Marx hatte zuvor der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt, durch Söders Vorstoß seien „Spaltung und Unruhe“ entstanden. Wer das Kreuz nur als kulturelles Symbol sehe, habe es nicht verstanden.

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach stellte sich ebenfalls auf die Seite des Ministerpräsidenten. Das Kreuz sei „ein wichtiges religiöses und kulturelles Symbol“, sagte er der Zeitung.

Das bayerische Kabinett hatte beschlossen, dass im Eingangsbereich jeder Behörde des Freistaats ein Kreuz aufgehängt werden soll.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Ex-Ehemann der südkoreanischen Lebensgefährtin von Gerhard Schröder hat den Altkanzler nach Medienberichten auf umgerechnet 77 000 Euro Schmerzensgeld verklagt.

30.04.2018

Die Gewerkschaften, aber auch die Jusos lehnen ein bedingungsloses Grundeinkommen als Ausweg aus einem befürchteten Verlust von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung ab.

30.04.2018

Kostet Digitalisierung Jobs? Und wenn, wie kann man Verelendung verhindern, ohne Demütigungen wie bei Hartz IV zu erzeugen? Mit einem bedingungslosen Grundeinkommen jedenfalls nicht, meinen die Gewerkschaften - und wollen das auch am 1. Mai deutlich machen.

30.04.2018
Anzeige