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Kenias Innenministerium: Wir kontrollieren das Einkaufszentrum

Nairobi Kenias Innenministerium: Wir kontrollieren das Einkaufszentrum

Die Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben rund 60 Stunden nach dem Angriff islamistischer Terroristen auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi die Kontrolle zurückgewonnen.

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Vor dem Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi verwehren Polizei und Militär Reportern den Zugang. Die kenianische Regierung versichert, die Lage sei unter Kontrolle. Foto: Kabir Dhanji

Nairobi. Die Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben rund 60 Stunden nach dem Angriff islamistischer Terroristen auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi die Kontrolle zurückgewonnen.

„Wir kontrollieren das Einkaufszentrum“, erklärte das Innenministerium im Kurznachrichtendienst Twitter. „Wir gehen davon aus, dass alle Geiseln frei gekommen sind.“

Das kenianische Militär teilte mit, die Soldaten hätten die letzten sechs Terroristen getötet. Bombenräumkommandos seien im Einsatz, um Sprengsätze unschädlich zu machen. Das könne mehrere Stunden dauern. „Unsere Sicherheitskräfte durchkämmen alle Etagen, um zu sehen, ob jemand zurückgeblieben ist“, lautete ein weiterer Tweet des Innenministeriums.

Der US-Sender CNN berichtete in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf zwei hohe kenianische Beamte, dass weiterhin Bewaffnete in dem Gebäude seien. Darunter seien auch Scharfschützen. Ob sich in ihrer Gewalt Geiseln befänden, sei unklar.

Innenminister Joseph Ole Lenku hatte bereits am Nachmittag erklärt, ein Ende des Geiseldramas sei absehbar. Ein Terrorkommando der somalischen Islamistenmiliz Al-Shabaab hatte am Samstag das Einkaufszentrum gestürmt. Nach letzten Angaben kamen 62 Menschen um, rund 175 wurden verletzt.

Am Montag hatte sich die Lage in dem belagerten Einkaufszentrum dramatisch zugespitzt. Am Mittag stieg plötzlich dichter, schwarzer Rauch aus dem Gebäude auf. Kurz zuvor hatten Ohrenzeugen mehrere laute Explosionen gehört. Nach Angaben des Innenministeriums hatten die Angreifer das Feuer selbst ausgelöst, um die Einsatzkräfte zu verwirren.

Militärchef Julius Karange betonte, die Al-Shabaab-Terroristen stammten aus verschiedenen Ländern. Es handele sich um eine „multinationale Gruppe“. Er fügte hinzu: „Wir wissen, wer diese Leute sind. Wir kämpfen hier gegen globalen Terrorismus.“ Einzelne Nationalitäten nannte er nicht.

Entgegen anderslautender Meldungen handelte es sich bei allen Tätern um Männer. Jedoch hätten sich einige von ihnen als Frauen verkleidet, um die Polizei in die Irre zu führen.

Medienberichten zufolge nahm die Polizei einen Verdächtigen fest, der mit der Attacke in Zusammenhang stehen soll. Der 33-Jährige sei kürzlich zum Islam übergetreten. Er lebe in Meru im Osten des Landes und sei gefasst worden, als er ein Flugzeug in die Türkei besteigen wollte. Das Innenministerium bestätigte zudem weitere Festnahmen am Flughafen. Die Inhaftierten würden verhört.

Ein Sprecher der Al-Shabaab hatte am Sonntagabend einem somalischen Radiosender gesagt, die Gruppe werde nicht eher Ruhe geben, bis Kenia seine Truppen aus dem Nachbarland Somalia zurückziehe. Er drohte mit weiteren Anschlägen und fügte hinzu, die Dschihadisten in Westgate seien angewiesen worden, Geiseln zu töten, falls die Streitkräfte versuchen sollten, das Gebäude zu stürmen.

Bereits in der Nacht zum Montag waren viele Geiseln gerettet worden. Zuvor waren die Sicherheitskräfte weit in das Gebäude vorgedrungen. Präsident Uhuru Kenyatta ließ erklären, die Regierung werde nicht eher ruhen, bis die Belagerung beendet sei. Kenyatta hat bereits mehrmals in Fernsehansprachen zu Ruhe und Geduld aufgerufen.

An der Geiselbefreiung waren offenbar neben der nationalen Eliteeinheit Recce auch Spezialkräfte aus Israel und den USA beteiligt. Dabei ging es anscheinend vor allem um Aufklärung.

Tourismusministerin Phyllis Jepkosgei Kandie versicherte Keniaurlaubern derweil, dass sie sich in ihrem Land sicher fühlen könnten. „Wir möchten unsere internationalen Besucher und Touristen bitten, keine Angst zu haben“, sagte sie. „Sie sind bei uns sicher, wo immer sie auch hinreisen.“

dpa

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