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Kirchen fordern mehr soziale Gerechtigkeit

Berlin Kirchen fordern mehr soziale Gerechtigkeit

Die großen christlichen Kirchen in Deutschland haben zum Weihnachtsfest vor einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft gewarnt und Solidarität mit Schwächeren angemahnt.

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Ein Plakat des Sozialverbandes VdK Deutschland prangert die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich an. Foto: Robert Schlesinger/Archiv

Berlin. So sagte der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch: „Die Armen bleiben zurück, und der Reichtum in der Hand einiger weniger nimmt weiter zu. Das ist eine gefährliche Entwicklung.“

Wenn die soziale Schere so auseinandergehe, führe das zu Unruhe. „Wir sind der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet. Jeder Mensch braucht die Chance zu einem menschenwürdigen Einkommen“, betonte Zollitsch in den Dortmunder „Ruhr Nachrichten“ (Montag). Seine offizielle Weihnachtspredigt hält der Freiburger Erzbischof an diesem Dienstag (25. Dezember).

Auch das Problem drohender Armut im Alter bereite ihm Sorge, so Zollitsch. „Es erscheint mir angebracht, diejenigen stärker in die Pflicht zu nehmen, die über hohe Einkommen verfügen. Steuererhöhungen und Abgaben für Vermögende dürfen kein Tabu sein, wenn es gilt, gesellschaftlich wichtige Aufgaben zu finanzieren.“

Der oberste Repräsentant der protestantischen Christen in Deutschland, der EKD-Vorsitzende Nikolaus Schneider, betonte, auch hierzulande gerieten zunehmend Menschen ins Abseits und drohten dauerhaft abgehängt zu werden. „Die Weihnachtsbotschaft fordert uns heraus, für diese Menschen die Stimme zu erheben und nach sozialer Gerechtigkeit zu suchen“, sagte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Hannover.

Schneider rief in seiner Botschaft zum diesjährigen Weihnachtsfest zur Solidarität mit dem von der Euro-Schuldenkrise geschüttelten Griechenland und auch mit anderen europäischen Ländern auf. Er betonte: „Europa ist mehr als ein Wirtschaftsraum. Europa ist ein Friedensprojekt.“ Auch Nationen dürften nicht allein auf ihren materiellen Vorteil bedacht sein.

Der Berliner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki rief dazu auf, sich aktiv für Frieden und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Die Menschen dürften nicht die Hände in den Schoß legen und auf den Frieden warten, sagte Woelki in seiner Predigt zum Heiligabend. „Weihnachten will gelebt werden. Weihnachten fordert uns auf, die Ärmel hochzukrempeln und uns für Frieden einzusetzen.“

Papst Benedikt XVI. feiert am Abend im Petersdom in Rom die traditionelle Christmette. Dazu werden wieder Tausende Gläubige erwartet. Am ersten Weihnachtstag will der 85 Jahre alte Pontifex seine Weihnachtsbotschaft verkünden. Es ist Benedikts achtes Weihnachtsfest im Vatikan seit seiner Wahl zum Papst im Jahr 2005.

Tausende Christen aus aller Welt versammelten sich zu den traditionellen Weihnachtsfeierlichkeiten im Heiligen Land. Die traditionelle Prozession von Jerusalem nach Bethlehem begann am Mittag unter der Leitung des lateinischen Patriarchen Fuad Twal, des höchsten Vatikan-Repräsentanten in der Region.

Auf dem Krippenplatz vor der Geburtskirche in Bethlehem versammelten sich Gläubige. Nach christlicher Überlieferung wurde Jesus Christus in der Grotte geboren, die sich unter dem Altar der Kirche aus dem 6. Jahrhundert befindet. Nach Angaben der palästinensischen Tourismusministerin Rula Maaja kamen dieses Jahr etwa 15 000 Pilger aus aller Welt zu Weihnachten nach Bethlehem.

dpa

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