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Klare Siege für Trump und Sanders in New Hampshire

Concord Klare Siege für Trump und Sanders in New Hampshire

Im US-Bundesstaat New Hampshire schlug bei den US-Vorwahlen erneut die Stunde der Rebellen. Sowohl bei den Republikanern als auch bei den Demokraten fuhren Bewerber klare Siege ein, die mit dem Frust über das Establishment punkten.

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New Hampshire war der zweite US-Bundesstaat, in dem die Parteien ihre Kandidaten für das Rennen ums Weiße Haus wählen.

Quelle: Katherine Taylor

Concord. Im Rennen um das Weiße Haus haben die Politikrebellen bei den parteiinternen Vorwahlen wichtige Siege errungen. Bei den Demokraten fügte Partei-Linksaußen Bernie Sanders der etablierten Ex-Außenministerin Hillary Clinton eine krachende Niederlage zu.

Bei den Republikanern konnte erstmals der New Yorker Immobilien-Milliardär und politische Seiteneinsteiger Donald Trump in New Hampshire eine Vorwahl gewinnen.

Beide siegten mit weitem Abstand. Trump kam nach vorläufigen Zahlen auf 35 Prozent der Stimmen und landete damit klar vor dem Zweitplatzierten Gouverneur von Ohio, John Kasich. Dritter wurde bei den Republikanern mit 16 Prozent der erzkonservative Senator von Texas, Ted Cruz (12 Prozent), der die erste Vorwahl in Iowa gewonnen hatte.

Nach zwei von mehr als 50 Vorwahlen gibt es damit weder bei den Republikanern noch bei den Demokraten einen klar Führenden. Trump könnte bei den nächsten Abstimmungen in South Carolina und Nevada davon profitieren, dass sich seine parteiinternen Gegenspieler im Kampf um Rang zwei gegenseitig neutralisieren.

Andererseits könnten sich die Wähler von aus dem Rennen aussteigenden Bewerbern auch hinter Trumps Rivalen formieren. Mehr Klarheit darüber dürfte erst nach dem 1. März herrschen, wenn am „Super-Tuesday“ 14 Staaten abstimmen und ein Drittel der Delegierten für die Parteitage im Sommer vergeben werden. Am Wahlabend in New Hampshire deutete New Jerseys Gouverneur Chris Christie an, seine Bewerbung möglicherweise aufgeben zu wollen.

Bei den Demokraten bleibt Hillary Clinton trotz ihrer schmerzhaften Niederlage weiter die Favoritin auf die Nominierung. In den meisten der folgenden Bundesstaaten werden ihr Vorwahlsiege gegen Sanders vorhergesagt. Die Umfragen haben allerdings die jüngste Erfolgswelle des 74-Jährigen, der Clinton in Iowa nur hauchdünn unterlegen war, noch nicht berücksichtigt.

Kommentatoren warten mit Spannung auf eine Antwort auf die Frage, ob Sanders seinen Rückenwind aus Iowa und New Hampshire in bessere Werte auch in den Südstaaten ummünzen kann. Dort gelten die vielen Angehörigen von Minderheiten bisher eher als Clinton-Wähler. In New Hampshire holte Sanders 60 Prozent und hatte satte 22 Punkte Abstand auf Clinton (38 Prozent).

Trump feierte seinen ersten Wahlsieg überhaupt frenetisch. „Menschen von New Hampshire, vergesst das niemals: Mit Euch hat es angefangen!“, rief er seinen Anhängern zu. Trump bekam mehr als doppelt so viele Stimmen wie der zweitplatzierte Republikaner John Kasich.

Hinter Trump, Kasich und Cruz lagen der frühere Gouverneur von Florida, Jeb Bush, und Floridas Senator Marco Rubio bei 11 Prozent gleichauf. Christie erhielt 7 Prozent. Abgeschlagen dahinter: die frühere Hewlett Packard-Chefin Carly Fiorina (4 Prozent) und der ehemalige Neurochirurg Ben Carson (2 Prozent).

Sanders rief: „Wir haben eine Botschaft gesandt, deren Echo von Washington bis zur Wall Street zu hören sein wird, von Maine bis nach Kalifornien. Und sie heißt: Die Regierung unseres Landes gehört allen Menschen, und nicht nur einer Handvoll Superreichen.“

Clinton zeigte sich nach ihrer Niederlage trotzig. „Wir werden jetzt für jede Stimme in jedem Staat kämpfen“, sagte sie. „Ich werde härter als jeder andere dafür arbeiten, tatsächlichen Wandel herbeizuführen und Euer Leben besser zu machen“, rief sie ihren Anhängern zu.

Die Wahlkämpfer konzentrieren sich nun auf die nächsten Vorwahlen in South Carolina (Republikaner) und Nevada (Demokraten) am 20. Februar: South Carolina ist der erste südliche Staat und der erste Bundesstaat mit einem starkem Anteil afro-amerikanischer Wähler. Parteitage im Sommer werden die Kandidaten letztlich nominieren, der Nachfolger Barack Obamas im Präsidentenamt wird am 8. November gewählt.

dpa

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