Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Köln: Akhanli äußert sich nach Rückkehr auf Pressekonferenz
Nachrichten Brennpunkte Köln: Akhanli äußert sich nach Rückkehr auf Pressekonferenz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:22 20.10.2017
Dogan Akhanli war wegen eines türkischen Auslieferungsersuchens knapp zwei Monate in Spanien festgehalten worden. Quelle: Oliver Berg
Anzeige
Berlin

Nach einem knapp zweimonatigen Zwangsaufenthalt in Spanien ist der türkischstämmige Schriftsteller Dogan Akhanli nach Deutschland zurückgekehrt. Zu den Geschehnissen will sich der 60-Jährige auf einer Pressekonferenz im Rathaus von Köln ausführlicher äußern.

Akhanli war wegen eines türkischen Auslieferungsersuchens knapp zwei Monate in Spanien festgehalten worden. Am Donnerstagabend traf er wieder in Deutschland ein.

Dabei war es auf dem Düsseldorfer Flughafen zu einem Zwischenfall gekommen. Nur wenige Momente nachdem der Schriftsteller die Ankunftshalle betreten hatte, wurde er von einem Mann lautstark auf Türkisch beschimpft. Nach Angaben von Akhanlis Anwalt Ilias Uyar bezeichnete der Mann den Schriftsteller unter anderem als „Landesverräter“. Es kam zu einem längeren, erregten Wortwechsel zwischen den beiden.

Dem Anschein nach war der Mann ein Fahrer, der auf dem Flughafen auf einen Kunden wartete und die Ankunft zufällig mitbekam. Akhanli sagte, der Mann habe ihm auch zugerufen, dass „dieses Land“ ihn nicht retten könne, egal wo er sei.

Akhanli war am 19. August während eines Urlaubs in Andalusien festgenommen worden - aufgrund einer sogenannten Red Notice bei der internationalen Polizeiorganisation Interpol im Auftrag der Türkei. Einen Tag später kam er unter Auflagen frei, durfte Spanien aber zunächst nicht verlassen. Am Freitag vergangener Woche beschloss die spanische Regierung, den deutschen Staatsbürger nicht an die Behörden in Ankara auszuliefern. „Die Verfolgungsjagd der Türkei ist gescheitert“, sagte Akhanli in Düsseldorf. „Man sieht, dass dieses Land willkürlich Menschen verfolgt.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dutzende Frauen werfen dem Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuelle Übergriffe vor, einige auch Vergewaltigung. Die Polizei in Los Angeles hat nun die Ermittlungen in einem Fall aufgegriffen.

20.10.2017

Der Fahrer eines Cabrios ist bei einem Unfall in Düsseldorf aus seinem Wagen geschleudert und von einem Lastwagen überrollt worden.

20.10.2017

Jahrelang war von ihm kaum etwas zu hören. Nun meldet sich George W. Bush zu Wort, mit einer regelrechten Rums-Rede. Der Adressat ist klar, auch wenn der Name nie fällt: Donald Trump.

20.10.2017
Anzeige