Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Kolumbiens blutiger Konflikt
Nachrichten Brennpunkte Kolumbiens blutiger Konflikt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:32 01.12.2016
Anzeige
Bogotá

In Kolumbien kämpfen seit 1964 linke Guerillagruppen gegen das Militär, jahrzehntelang beteiligten sich auch rechte Paramilitärs an den Kampfhandlungen.

Mehr als 220 000 Menschen wurden getötet. Zudem wurden Millionen Kolumbianer vertrieben. Nach Afghanistan ist Kolumbien das Land mit den meisten Landminen-Opfern.

Mit der größten und ältesten Guerillaorganisation Lateinamerikas, Farc, handelte die Regierung seit 2012 ein Friedensabkommen aus. Der Frieden mit der Gruppe (zuletzt noch 5800 Kämpfer) gilt als Schlüssel für ein Ende des Konflikts. Auch die kleinere ELN-Guerilla (noch rund 2000 Kämpfer) will Friedensverhandlungen aufnehmen. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht führten die Farc-Rebellen von 1998 bis 2002 bereits einmal Friedensgespräche mit der Regierung. Damals wurde ihnen eine demilitarisierte Zone von der Größe der Schweiz zugesprochen.

Allerdings nutzten die Rebellen das Gebiet als Rückzugsort nach Attacken, die Verhandlungen scheiterten. In den vergangenen Jahren erlitten die Rebellen empfindliche militärische Rückschläge. 2010 übernahm Juan Manuel Santos das Präsidentenamt mit dem Ziel, den Konflikt beizulegen. Die Farc finanzierten sich zuletzt durch Drogenhandel, illegalen Bergbau, Schutzgelder und Entführungen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach schweren Waldbränden im US-Bundesstaat Tennessee ist die Zahl der Toten auf sieben gestiegen. Das sagte der Bezirksbürgermeister von Sevier County, Larry Waters, vor der Presse.

01.12.2016

Nach einer Explosion in einer Sprengstofffabrik im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu könnten bis zu 16 Menschen gestorben sein. Das bestätigte die Polizei des betroffenen Distrikts Tiruchirappalli.

01.12.2016

Die Mitglieder der Europäischen Weltraumorganisation Esa beraten ab heute in Luzern über künftige Raumfahrtprogramme.

01.12.2016
Anzeige