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Brennpunkte Kontaktanzeige als Falle: Frau stirbt nach Misshandlungen
Nachrichten Brennpunkte Kontaktanzeige als Falle: Frau stirbt nach Misshandlungen
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12:20 30.04.2016
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Höxter

Über eine Kontaktanzeige ist eine Frau nach Angaben der Staatsanwaltschaft in eine wochenlange Gefangenschaft gelockt und von ihren Peinigern schließlich zu Tode misshandelt worden.

Die 41-Jährige aus Niedersachsen sei fast zwei Monate lang in der Gewalt eines 46-Jährigen und seiner Ex-Frau in Nordrhein-Westfalen gewesen.

Das Opfer sei stark misshandelt worden und laut Obduktion durch Schläge auf den Kopf gestorben, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Paderborn, Ralf Meyer, am Freitag. Gegen den 46-Jährigen und seine 47 Jahre alte Ex-Frau wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen. Über das Motiv der beiden machten die Ermittler keine Angaben.

Der 46-jährige Mann habe eine Zeitungsannonce geschaltet und darin nach einer „Frau für eine feste Beziehung“ gesucht, teilten die Ermittler mit. Die 41-Jährige aus Bad Gandersheim in Niedersachsen antwortete und zog den Ermittlungen zufolge kurz nach dem Kennenlernen in das Haus des Mannes in einem kleinen Dorf, das zu Höxter in Ostwestfalen gehört. „Hier wurde die Frau festgehalten und körperlich misshandelt“, erklärten die Ermittler. Hinweise auf ein Sexualdelikt gebe es bislang nicht.

Am 21. April habe das Paar die lebensbedrohlich verletzte Frau zurück in ihre Wohnung nach Bad Gandersheim bringen wollen. Das Auto sei aber unterwegs mit einem Motorschaden liegen geblieben. In dieser Situation habe sich der Zustand der 41-Jährigen immer weiter verschlechtert.

„Die Beschuldigten waren nunmehr gezwungen, wegen des schlechten Gesundheitszustandes einen Rettungswagen zu rufen“, schrieben die Mordkommission aus Bielefeld, die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Höxter in ihrer Mitteilung. Ein Notarzt brachte die Frau ins Krankenhaus nach Northeim. Dort sei sie zwei Stunden später gestorben. Eine Obduktion brachte den Beweis für ihren gewaltsamen Tod.

Ob sich die Verdächtigen zu den Vorwürfen geäußert haben, blieb zunächst offen.

dpa

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