Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Krim-Krise: Lawrow nennt Appelle aussichtslos
Nachrichten Brennpunkte Krim-Krise: Lawrow nennt Appelle aussichtslos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:51 05.04.2014
Russlands Außenminister Sergej Lawrow nennt Appelle nach einer «Herausgabe» der Krim «absolut aussichtslos». Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv
Moskau

Im Krim-Konflikt hat der russische Außenminister Sergej Lawrow Forderungen an Moskau nach einer Herausgabe der Halbinsel „absolut aussichtslos“ genannt. „Nicht jeder ist mit der Entscheidung Russlands einverstanden, die Krim aufzunehmen, das ist uns klar“, sagte Lawrow dem staatlichen Sender Rossija.

Die überwältigende Mehrheit der Krim-Bevölkerung habe sich aber in einem Referendum für den Beitritt der Halbinsel zu Russland ausgesprochen. Dies sei zu respektieren.

Befürchtungen eines bevorstehenden russischen Einmarschs in die Ukraine wies er zurück. Russland habe „nicht die geringste Absicht“, die Grenze zur Ukraine zu überqueren, sagte Lawrow. Zuletzt hatte Moskau Angaben westlicher Sicherheitskreise widersprochen, die Armee habe rund 30 000 Mann im Grenzgebiet zusammengezogen.

In dem seit Monaten schwelenden Ukraine-Konflikt seien sich die Gesprächspartner jetzt nähergekommen, sagte Lawrow. Nach jüngsten Treffen etwa mit US-Außenminister John Kerry in Den Haag sowie mit „Deutschland, Frankreich und anderen Ländern“ zeichne sich eine „mögliche gemeinsame Initiative“ ab, die „unseren ukrainischen Kollegen vorgelegt werden könnte“. Das bisher angebotene Format einer Kontaktgruppe sei „unannehmbar“ gewesen. Details nannte er nicht.

Lawrow widersprach der Darstellung, die jüngste Enthaltung Chinas in der UN-Vollversammlung sei ein Zeichen der Distanzierung von Russland in der Krim-Frage. „China hat Verständnis für die berechtigten Interessen Russlands. Daran gibt es keine Zweifel“, betonte er. In der Frage der Krim stehe Moskau nicht allein. „Es ist verwunderlich, mit welcher Besessenheit westliche Staatenlenker immer wieder erläutern, Russland sei international isoliert“, sagte Lawrow.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dutzende schwule und lesbische Paare haben sich in der Nacht zum Samstag in vielen Städten von England und Wales das Ja-Wort gegeben.

30.03.2014

Angesichts der Ukraine-Krise will die Nato Truppen in ihren östlichen Mitgliedsländern verstärken.

29.03.2014

Oso (dpa) - Nach dem Erdrutsch in Oso soll heute mit einer Schweigeminute der Toten gedacht werden. Dazu hat der Gouverneur des US-Bundesstaates Washington aufgerufen.

29.03.2014