Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Laschet verteidigt Merkels Flüchtlingspolitik
Nachrichten Brennpunkte Laschet verteidigt Merkels Flüchtlingspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:40 23.01.2016
„Das ganze Land hatte die Einstellung: Wir wollen helfen“, verteidigt Armin Laschet Kanzlerin Merkels Flüchtlingspolitik. Quelle: Rolf Vennenbernd
Anzeige
Düsseldorf

Nordrhein-Westfalens CDU-Chef Armin Laschet hat die auch innerparteilich umstrittene Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel verteidigt.

Die breite Willkommenskampagne für Flüchtlinge im vergangenen Jahr sei von Medien gestartet worden, sagte Laschet beim Neujahrsempfang der NRW-CDU in Düsseldorf.„Das ganze Land hatte die Einstellung: Wir wollen helfen.“ Wirtschaft, Fußballvereine und viele Bürger hätten sich beteiligt.

„Es komme keiner mit der Idee, es war Angela Merkel, und die hat die Millionen der Welt eingeladen“, sagte der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende. „Wir waren alle in diesem Rausch.“ Dennoch sei allein die Kanzlerin binnen weniger Wochen entweder als „Eisprinzessin“ oder „Mutter Teresa“ abgestempelt worden.

Schutzbedürftigen müsse weiter geholfen werden, mahnte Laschet. Klar sei aber auch: „Wer sich nicht an die Regeln hält, muss das Land wieder verlassen. Nach den „widerwärtigen Attacken auf Frauen in der Silvesternacht“ in Köln drohe das Klima gegenüber Migranten im Land zu kippen. Es sei nun Aufgabe der Politik, gegenzusteuern.

Dabei habe Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) versagt, die nach den Exzessen „zehn Tage nicht sichtbar“ gewesen sei. Laschet mahnte aber auch die Union, es sei nicht hilfreich, „jeden Tag mit neuen Vorschlägen“ zur Flüchtlingspolitik zu kommen.

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki warnte vor den rund 850 Gästen vor einer Abschottung des Westens, der dabei sei, neue Mauern aufzubauen. „Diese Mauern heißen für mich Obergrenze, Mittelmeer, sichere Herkunftsstaaten, Dublin-Abkommen“, kritisierte er. „Unser christliches Abendland werden wir nicht dadurch retten, dass wir Schotten oder Grenzen dicht machen.“

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Gibt es angesichts der Gefahren durch Kriminalität und Terrorismus zu wenige Polizisten in Deutschland? Die Gewerkschaften beklagen seit langem Personalkürzungen. Umgerechnet auf die Bevölkerung sieht die Situation im Osten anders aus als im Westen.

17.01.2016

Mitten in der Nacht erschüttert eine Explosion ein Dorf in Ligurien. Ein Mehrparteienhaus ist eingestürzt und völlig zerstört. Unter den Trümmern finden Rettungskräfte fünf Leichen.

17.01.2016

Bei einem islamistischen Terroranschlag in der Hauptstadt von Burkina Faso sind mindestens 27 Menschen getötet worden.

16.01.2016
Anzeige