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Lateinamerika stimmen gemeinsame Anti-Zika-Aktion ab

Montevideo Lateinamerika stimmen gemeinsame Anti-Zika-Aktion ab

Das Zika-Virus verbreitet sich rasch in Lateinamerika. Die Gesundheitsminister der Region wollen auch über nationale Grenzen hinaus reagieren. Ein Treffen beschließt erste Maßnahmen.

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Lateinamerika will Zika gemeinsam bekämpfen

Eine Schwangere in Guatemala während einer Untersuchung: Bislang ist das Zika-Virus in 26 Ländern Lateinamerikas aufgetaucht.

Quelle: Esteban Biba

Montevideo. Lateinamerika will den Ausbruch des Zika-Virus koordiniert bekämpfen. Die Gesundheitsminister Südamerikas sowie ihre Amtskollegen aus Mexiko, Costa Rica und der Dominikanischen Republik haben auf einem Krisentreffen beschlossen, die wissenschaftlichen Verfahren zur Identifizierung des Virus zu vereinheitlichen.

Auch soll die Bekämpfung des Überträgers, der Mücke Aedes aegypti, über Grenzen hinweg geführt werden.

„Es gibt weder magische Lösungen noch einfache Antworten“, erklärte Uruguays Gesundheitsminister Jorge Basso nach dem Treffen in Montevideo. Viel hänge vom Verhalten der Bevölkerung ab, weswegen die Informationskampagnen verstärkt werden sollen

Brasilien, das am stärksten betroffene Land mit bis zu 1,5 Millionen Zika-Erkrankungen, bot unter anderem die Ausbildung von Sanitätern an. Auch soll internationale Hilfe angefordert werden. Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Castro teilte mit, sein Land habe bereits eine Zusammenarbeit mit der US-Gesundheitsbehörde CDC vereinbart, um unter anderem die Entwicklung eines Impfstoffes zu fördern.

Bislang ist der Zika-Erreger binnen weniger Monate in 26 Ländern Lateinamerikas aufgetaucht. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte am Montag den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Das Virus steht in dem Verdacht, Schädelfehlbildungen bei Embryonen auszulösen. Die Babys kommen mit zu kleinen Köpfen auf die Welt; eine geistige Behinderung ist meist die Folge. Normalerweise führen Zika-Infektionen nur zu grippeähnlichen Symptomen.


Mitteilung Gesundheitsministerium

dpa

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