Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Lea-Sophie starb an massiven Kopfverletzungen
Nachrichten Brennpunkte Lea-Sophie starb an massiven Kopfverletzungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:56 23.12.2012
Rettungskräfte suchten über Stunden die Zweijährige - und fanden am Freitagabend ihre Leiche. Foto: Marius Becker
Köln

Er soll der kleinen Lea-Sophie am vergangenen Dienstag „aus nichtigem Anlass auf brutale Weise massive Kopfverletzungen zugefügt“ haben, wie die Staatsanwaltschaft Köln mitteilte. Das Kind sei nach bisherigem Kenntnisstand allerdings erst einen oder zwei Tage danach infolge der Verletzungen gestorben.

Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes gegen den 23-Jährigen. Auch die Mutter kam in Haft - wegen Totschlags durch unterlassene Hilfeleistung. „Ihr wird vorgeworfen, keine Anstalten gemacht zu haben, das Kind zu retten und dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer. Beide hätten die Tatumstände eingeräumt.

Schauplatz der Tat ist Köln-Chorweiler, ein Stadtteil mit vielen Wohnblocks im Norden der Millionenstadt. Am frühen Freitagnachmittag hatte die Mutter ihr Kind als vermisst gemeldet. Sie gab an, es um 12.30 Uhr zuletzt auf einem Spielplatz in einem Park gesehen zu haben. Nach der Vermisstenmeldung startete eine umfangreiche Suchaktion.

Eine Polizeihundertschaft durchkämmte stundenlang die Parkanlage und die nähere Umgebung. Spürhunde waren im Einsatz, Anwohner wurden befragt. Ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera sowie Feuerwehrleute mit Wärmebild-Spezialgeräten suchten ebenfalls nach dem Kind. Um 22.30 Uhr wurde die Leiche dann entdeckt - rund zwei Kilometer vom Spielplatz entfernt auf einer Grünfläche mit Büschen in der Nähe des Fühlinger Sees, einem beliebten Naherholungsgebiet.

Der 23-Jährige ist nicht der Vater des Kindes. Er habe in der Wohnung der 20-Jährigen und ihrer Tochter gelebt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann und die Mutter waren noch in der Nacht festgenommen und vernommen worden. Nach dem Tod von Lea-Sophie soll einer oder beide die Leiche mit einem auffälligen, orangefarbenen Einkaufstrolley zum späteren Fundort transportiert haben. Die Polizei sucht dafür nun Zeugen.

Bei der Vermisstenmeldung hatte die Mutter angegeben, dass Lea-Sophie bei ihrem Verschwinden lila Stiefel trug. Noch am Freitagabend entdeckten zwei Reporter der Zeitung „Express“ nach eigenen Angaben in einer Mülltonne vor dem Wohnhaus der Familie einen blauen Müllsack mit einem blutverschmierten Stoffhasen, Kinderkleidung und lilafarbenen Stiefeln darin. Sie übergaben den Fund der Polizei. Ein Polizeisprecher bestätigte lediglich einen Fund, machte aber keine weiteren Angaben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Plan war einfach: In eine Bank gehen, eine Kontoeröffnung vortäuschen, dann Geld erpressen und drei Tage vor Weihnachten mit großer Beute fliehen.Doch dieser Plan eines 29-Jährigen aus Wolfsburg gipfelte in einem fast zehnstündigen Geiseldrama samt Bombendrohung, das erst am frühen Samstagmorgen unblutig beendet werden konnte.

23.12.2012

Radikale Islamisten wollen in Syrien nach einem Sturz von Präsident Baschar al-Assad einen Gottesstaat errichten. In einem Internetvideo verkündeten sie die Bildung einer Islamistenfront, deren Ziel der Gottesstaat sei.

23.12.2012

Radikale Islamisten wollen in Syrien nach einem Sturz von Präsident Baschar al-Assad einen Gottesstaat errichten. In einem Internetvideo verkündeten sie die Bildung einer Islamistenfront, deren Ziel der Gottesstaat sei.

23.12.2012