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Leiche in Spree geworfen: Sieben Jahre Haft

Leiche in Spree geworfen: Sieben Jahre Haft

Ein Spaziergänger entdeckt am Berliner Spreeufer einen Koffer mit einer Leiche. Der Tatverdächtige sagt, ihm sei „die Sicherung durchgebrannt“. Jetzt ist im Prozess das Urteil gefallen.

Berlin (dpa) – Rund 15 Monate nach der Entdeckung einer Frauenleiche am Spree-Ufer hat das Berliner Landgericht einen 39-Jährigen wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Das Gericht sah es erwiesen an, dass der aus Chile stammende Galerie-Betreiber seine Bekannte aus Norwegen im Streit tötete, die Leiche in einen Koffer zwängte und diesen in die Spree warf.

„Es war eine Spontantat“, heißt es im Urteil. Dabei hätten Alkohol und Drogen eine Rolle gespielt. Die Richter ordneten die Unterbringung des Angeklagten in einer Entziehungsanstalt an. Ein Mitangeklagter, der beim Verstecken der Leiche half, erhielt wegen Strafvereitelung neun Monate Gefängnis.

Die 36 Jahre alte Frau, die als Weltenbummlerin galt, und der Chilene hatten eine kurze Affäre. Anfang Juni 2015 sei es in der Galerie des Angeklagten im Stadtteil Wedding zu heftigen Streitereien gekommen, weil die Norwegerin ausziehen sollte, so das Gericht. Als die Frau schrie und mit einer Anzeige drohte, habe der Angeklagte die 36-Jährige geschlagen und dann mit einem Messer, „das zufällig in seiner Reichweite lag“, auf die Frau eingestochen.

Das Urteil entsprach dem Antrag des Staatsanwalts. Der Angeklagte hatte zu Prozessbeginn vor drei Wochen sein Schweigen gebrochen und umfassend gestanden. Er schäme sich für die Tat, sagte der studierte Theaterwissenschaftler. Nach Drohungen der Norwegerin sei bei ihm „die Sicherung durchgebrannt“. Es sei dann seine Idee gewesen, die Leiche verschwinden zu lassen.

Ein Passant entdeckte am 13. Juni 2015 im Treptower Park den Koffer am Spreeufer, in dem zusammengekrümmt die Leiche einer Frau lag. Sieben Messerstiche und eine Stichwunde wurden bei der Obduktion festgestellt. Fotos von Gegenständen aus dem Koffer - darunter ein Ring - wurden veröffentlicht und führten schließlich auf die Spur des Chilenen. Er wurde zweieinhalb Monate nach der Tat in Mexiko gefasst.

Auch der Verteidiger des Chilenen hatte auf Totschlag plädiert, dabei aber keinen konkreten Antrag gestellt. Der Anwalt der Familie der Getöteten forderte zehn Jahre Gefängnis. Das Urteil, das der Angeklagte reglos aufnahm, ist noch nicht rechtskräftig. 

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