Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Lindner vermisst Genschers Stimme in der Flüchtlingspolitik
Nachrichten Brennpunkte Lindner vermisst Genschers Stimme in der Flüchtlingspolitik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 24.04.2016
Anzeige
Berlin

Vor dem Staatsakt für Hans-Dietrich Genscher an diesem Sonntag hat FDP-Chef Christian Lindner die Politik des früheren Außenministers gelobt und die Europa-Politik von Kanzlerin Merkel (CDU) kritisiert. „Hans-Dietrich Genschers Stimme fehlt in der aktuellen Flüchtlingspolitik“, sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Seine Maxime war immer: Deutschland hat eine besondere Verantwortung für die kleinen Partner in Europa, eine der stärksten Nationen der Europäischen Union ist in besonderer Weise zur Rücksichtnahme verpflichtet.“

Im Zuge der Flüchtlingskrise habe Deutschland diese Traditionslinie verlassen und Alleingänge unternommen. „Frau Merkel hat einseitig auf Herrn Erdogan gesetzt“, sagte Lindner. „Das hat zur Isolation Deutschlands in Europa geführt.“

Er vermisse aber auch den Menschen Genscher, sagte Lindner. „Er war für die FDP eine Ikone und gleichzeitig ein herzlicher Mensch“, sagte Lindner. „Er war nahbar - und deshalb für unsere Partei so etwas wie ein väterlicher Freund, der bis zum Schluss immer Anteil an unserer Entwicklung genommen hat. Genscher hat noch am Tag nach den letzten Landtagswahlen bei mir angerufen und sich herzlich gefreut.“

Der FDP-Politiker Genscher war am 31. März im Alter von 89 Jahren gestorben.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Bundespräsident Joachim Gauck hat den ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher als einen „deutschen Patrioten und überzeugten Europäer“ gewürdigt.

17.04.2016

Rom (dpa) - Papst Franziskus hat an die Opfer der Erdbeben in Ecuador und Japan erinnert und den Überlebenden sein Mitgefühl ausgesprochen.

17.04.2016

Ein schweres Erdbeben hat Ecuador erschüttert. Mindestens 77 Menschen starben, mindestens 588 weitere wurden verletzt, wie Vizepräsident Jorge Glas mitteilte.

17.04.2016
Anzeige