Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Linke: Niedersachsens VW-Anteil an Belegschaft übertragen
Nachrichten Brennpunkte Linke: Niedersachsens VW-Anteil an Belegschaft übertragen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:33 09.08.2017
Das Land Niedersachsen gehört zu den größten Anteilseignern bei VW und hält 20 Prozent der Stimmrechte. Quelle: Jochen Lübke/archiv
Anzeige
Hannover

Linken-Spitzenkandidat Dietmar Bartsch hat sich dafür ausgesprochen, den Anteil des Landes Niedersachsen an Volkswagen an die Belegschaft zu übertragen.

„Die 20 Prozent Landeseigentum sollten ganz oder teilweise in Belegschaftseigentum umgewandelt werden“, sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Möglich sei etwa ein Stiftungsmodell.

„Das würde dazu führen, dass es die, die die Unternehmenssubstanz erarbeiten, ein höheres Mitspracherecht haben“, sagte Bartsch, der auch Linken-Fraktionschef im Bundestag ist. „Die Menschen, die bei VW hart arbeiten, haben die Chance, qualifiziert mitzureden. Das Ganze muss selbstverständlich EU-rechtskonform gestaltet werden.“

Das Land Niedersachsen gehört zu den größten Anteilseignern bei VW und hält 20 Prozent der Stimmrechte. Das Land hat dadurch eine starke Stellung bei dem Autobauer und entsendet auch zwei Vertreter in den Aufsichtsrat.

Eine Debatte darüber in der nächsten Legislaturperiode sei dringend notwendig. „Es gibt derzeit Widersprüche, die nicht aufzulösen sind.“ Das Grund-Dilemma bei VW sei, dass die Interessen des Landes und die Interessen des Konzerns nicht identisch seien.

In den vergangenen Tagen hatte es Aufregung gegeben um eine von VW vorab bearbeitete Regierungserklärung des niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) zum Diesel-Skandal vom Oktober 2015. Diese wurde dann in Teilen zugunsten des Konzerns verändert, so die Kritik. Als Reaktion war unter anderem eine Debatte über die Zukunft des Landesanteils bei VW entbrannt.

Bartsch sagte: „Ich möchte auf keinen Fall, dass die 20 Prozent privatisiert werden und zum Beispiel nach Katar gehen.“ Eine Übertragung des Landesanteils bei VW an die Belegschaft könnte auch ein Modell für andere Unternehmen sein.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Brennpunkte Zahl der Opfer steigt weiter - Zweites Erdbeben in China

Die Erde in China kommt nicht zur Ruhe. Auf das Beben in Sichuan im Südwesten folgen neue Erdstöße im Nordwesten des Landes. Diesmal ist allerdings nur eine wenig besiedelte Region betroffen.

09.08.2017

Nur zehn Stunden nach den Erdstößen in Südwestchina hat ein zweites Beben den Nordwesten des Landes erschüttert.

09.08.2017

Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt.

09.08.2017
Anzeige