Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte London: Keine Eile bei EU-Austrittsverhandlungen
Nachrichten Brennpunkte London: Keine Eile bei EU-Austrittsverhandlungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:56 24.06.2016
Anzeige
London

Großbritannien will bei den Verhandlungen über den Ausstieg aus der EU offensichtlich auf Zeit spielen. „Es gibt keine Notwendigkeit für einen genauen Zeitplan“, sagte der scheidende Premierminister David Cameron.

Die Verhandlungen mit Brüssel solle sein Amtsnachfolger führen, der im Oktober gekürt werden könnte. „Eine Verhandlung mit der Europäischen Union wird unter einem neuen Premierminister beginnen müssen“, betonte Cameron.

In dessen Entscheidung soll es auch liegen, wann von Artikel 50 des Lissabon-Vertrages Gebrauch gemacht werden soll. Gemäß dieser Regelung müsste Großbritannien das Austrittsgesuch in Brüssel anmelden. Dann müssten die Austrittsverhandlungen binnen zwei Jahren beendet sein. Ansonsten würde Großbritannien ungeregelt aus der Union ausscheiden.

In London gibt es offenbar Pläne, Artikel 50 zu verhindern. Er sehe keine Notwendigkeit, von Artikel 50 Gebrauch zu machen, sagte Boris Johnson, früherer Londoner Bürgermeister und Aspirant auf die Nachfolge Camerons. „Es gibt keinen Grund zur Hast“, sagte Johnson, auf einen langen Prozess des Abschiedes hindeutend.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der britische Rechtspopulist Nigel Farage hat sich kurz nach dem EU-Referendum von einem zentralen Versprechen der Brexit-Kampagne distanziert.

24.06.2016

David Cameron hat sich in der Europapolitik weit aus dem Fenster gelehnt. Das Brexit-Referendum sollte der Höhepunkt von sechs Jahren Politik der Downing Street unter seiner Führung werden - es wurde die größte politische Niederlage seiner Karriere.

01.07.2016

Der britische Notenbankenchef Mark Carney hat nach dem Votum für den Brexit die Bereitschaft der Notenbank zur Stabilisierung der Märkte betont.

24.06.2016
Anzeige