Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Marcel Reich-Ranicki - Deutschlands streitbarer Literaturpapst

Porträt Marcel Reich-Ranicki - Deutschlands streitbarer Literaturpapst

Marcel Reich-Ranicki war viele Jahrzehnte zentrale Instanz der deutschen Literaturszene. Der scharfzüngige Kritiker war mit seiner direkten Art geachtet, aber auch gefürchtet und bei manchem Schriftsteller verhasst.

Voriger Artikel
Marcel Reich-Ranicki ist tot
Nächster Artikel
Neues iPhone-Betriebssystem iOS 7 ist draußen

Marcel Reich-Ranicki (r) am 23. Juli 1991 in Mainz mit seinen Kollegen aus der ZDF-Fernsehserie "Literarisches Quartett": Hellmuth Karasek (l) und Sigrid Loeffler.

Quelle: dpa

Der am 2. Juni 1920 in Polen geborene Sohn einer jüdischen Familie machte 1938 in Berlin Abitur, die Nazis wiesen ihn dann aber nach Polen aus. Im Warschauer Ghetto gelang ihm 1943 mit seiner Frau Teofila (Tosia), die er dort geheiratet hatte, die Flucht. Seine Eltern und die seiner Frau wurden Opfer des Holocaust. Reich-Ranicki starb am Mittwoch in Frankfurt im Alter von 93 Jahren.

Nach dem Krieg arbeitete Reich-Ranicki in Polens kommunistischem Geheimdienst und im diplomatischen Dienst. 1950 wurde er aus seinen Ämtern entlassen und aus der KP wegen „ideologischer Fremdheit“ ausgeschlossen. Seit 1958 lebte er in Deutschland und machte sich bei der Wochenzeitung „Die Zeit“ als Kritiker einen Namen. Von 1973 bis 1988 leitete er die Literaturredaktion der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Dann moderierte er im ZDF fast 14 Jahre lang die beliebte Büchersendung „Literarisches Quartett“. Bis zuletzt hatte er eine Kolumne in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

Deutschlands streitbarer Literaturpapst war gesundheitlich angeschlagen, seit er Anfang 2006 mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus gekommen war. Im März 2013 machte er seine Krebs-Erkrankung öffentlich. Seine Frau Tosia, mit der er in Frankfurt lebte, starb im April 2011 im Alter von 91 Jahren. Der einzige Sohn des Paares, Andrew, arbeitet als Mathematikprofessor in Schottland.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
In Kücknitz ist am Vormittag bei Bauarbeiten auf einem Firmengelände möglicherweise eine Bombe freigelegt worden.
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den September 2017.

Bundestagsparteien haben sich für eine Verlängerung der Wahlperiode von vier auf fünf Jahre ausgesprochen. Eine gute Idee?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Kommentar

Bissig, polemisch, kontrovers: Kommentare aus den LN.

TV-Vorschau

Unsere Kolumne zeigt, wo sich das Einschalten lohnt.

Sonntagsreden

Von Börse bis Fußballplatz - Blogs unserer "Edelfedern".

Kreuzwort

Auch online wartet täglich ein neues Rätsel auf Sie. Jetzt rätseln!

Sudoku

Bleiben Sie geistig aktiv – mit japanischem Gehirnjogging.

24. Juli 2017 - Alev Doğan in Allgemein

Es gibt eine Wahrheit, vor der auch ich mich schon lange drücke. Eine, die auszusprechen weh tut: Um die Türkei steht es im Moment nicht gut. Ach was, um die Türkei steht es im Moment miserabel.

mehr