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Brennpunkte Massaker in Florida: Schüler planen nationale Gedenkaktion
Nachrichten Brennpunkte Massaker in Florida: Schüler planen nationale Gedenkaktion
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06:39 14.03.2018
7000 Paar Kinderschuhe liegen auf dem Rasen vor dem Kapitol. Die Schuhpaare stehen jeweils für ein durch Schusswaffen getötetes Kind seit dem Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School am 14.12.2012. Quelle: Paul Morigi/ap
Washington

Einen Monat nach der Bluttat in einer Schule in Florida wollen Schüler USA-weit am Mittwoch mit kurzen Ausständen der 17 Opfer gedenken.

Unter dem Motto „Enough“ („Genug“) werden Schüler und Studenten um 10 Uhr (Ortszeit) ihre Klassenzimmer für 17 Minuten zu so genannten „Walkouts“ verlassen. Jede Minute ist einem der Opfer gewidmet.

Nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas Highschool wollen die Jugendlichen damit nicht nur der Toten gedenken, sondern zugleich für striktere Waffengesetze protestieren. Organisiert wird die Aktion von Empower, der Jugend-Abteilung der Organisatoren des großen Frauenmarschs (Women's March) in Washington. Laut Angaben der Website sind bisher landesweit über 2800 „Walkouts“ (Ausstände) angemeldet.

Die 18-jährige Alie aus New York schrieb auf der Homepage von Empower: „Der Kongress muss nun handeln, oder er wird es noch bereuen. Ohne rechtliche Schutzmaßnahmen wird dieser Horror weitergehen, bis alle Klassenzimmer von Schülern verlassen und mit Furcht gefüllt sind.“

Wie die Protestierenden die 17 Minuten während der Walkouts gestalten, steht ihnen frei: Die Schüler können der Toten still gedenken, aber auch gemeinsam singen, die Namen der Opfer rezitieren oder Menschenketten bilden. Einige Schulen untersagten ihren Schülern aufgrund von Sicherheitsbedenken und wegen der Störung des Unterrichts die Teilnahme an der Aktion.

Am 14. Februar hatte der 19-jährige Nikolas Cruz in Florida 14 Schüler und drei Erwachsene erschossen. Daraufhin formierte sich unter den betroffenen Schülern aus Florida eine vehemente Protestbewegung. Mehrere engagierte Jugendliche erhoben dabei in den Medien und bei diversen Protestaktionen ihre Stimme, um härtere Waffengesetze und ein Umdenken der amerikanischen Politiker zu fordern.

Zusätzlich zu den Ausständen am Mittwoch haben die betroffenen Schüler aus Florida für den 24. März einen „Marsch für unser Leben“ in Washington geplant. Zehntausende Teilnehmer werden dazu erwartet, in den ganzen USA werden zudem Ableger-Märsche stattfinden. Auch für den 20. April, den Jahrestag des Amoklaufs an der Columbine Highschool in Colorado 1999, sind Protestaktionen geplant.

dpa

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