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Mehr als 300 Tote bei Erdbeben in Pakistan

Islamabad Mehr als 300 Tote bei Erdbeben in Pakistan

Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Pakistans hat sich vor der Küste des Landes Medienberichten zufolge eine Insel aus der Arabischen See erhoben.

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Ein Pakistaner inspiziert ein bei einem Beben zerstörtes Haus. Nun wurden bei einem Erdbeben mehr als 200 Menschen getötet. Foto: Akhtar Gulfam/Archiv

Islamabad. Nach dem schweren Erdbeben im Südwesten Pakistans hat sich vor der Küste des Landes Medienberichten zufolge eine Insel aus der Arabischen See erhoben.

„Die Insel scheint etwa 200 Meter lang, 20 Meter hoch und 100 Meter breit zu sein“, zitierte die Online-Ausgabe der Zeitung „Dawn“ Asif Inam vom Nationalen Institut für Ozeanologie in Karachi. Sie habe sich nach dem Beben vom Vortag in der Gegend von Gwadar etwa eineinhalb Kilometer von der Küste entfernt gebildet.

„Dawn“ berichtete, es sei bereits das dritte Mal seit 1999, dass sich vor der Küste der Provinz Baluchistan eine Insel aus dem Meer erhoben habe. Die beiden früheren Inseln seien allerdings entstanden, ohne dass es vorher zu einem Erdbeben gekommen sei. Sie seien wieder in sich zusammengestürzt. Der Sender Geo TV meldete, das jüngste Eiland sei „Zalzala Jazeera“ („Erdbeben-Insel“) genannt worden. Aus der Landmasse trete Methan-Gas aus.

Bei dem schweren Erdbeben mit der Stärke 7,7 am Dienstagnachmittag wurden mindestens 328 Menschen getötet, die allermeisten davon im Distrikt Awaran. Etwa 500 Menschen seien bei dem Erdbeben verletzt worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde Baluchistans mit. Die Rettungsarbeiten dauerten an. Das Militär habe Hubschrauber in die entlegene und dünn besiedelte Region entsandt.

In Awaran und anderen betroffenen Distrikten rief die Provinzregierung den Notstand aus. Die Zeitung „Dawn“ berichtete unter Berufung auf Behörden, mehr als 80 Prozent der Lehmhäuser in Awaran seien zerstört oder schwer beschädigt worden.

Die Erdstöße am Dienstag waren noch bis in die rund 1200 Kilometer entfernte indische Hauptstadt Neu Delhi zu spüren. Das Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam GFZ verortete die Tiefe des Epizentrums bei 42 Kilometern, die US-Erdbebenwarte (USGS) bei nur 20 Kilometern unter der Erdoberfläche.

Bericht Dawn

dpa

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