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Brennpunkte Bürger gedenken der Opfer der Zerstörung Dresdens
Nachrichten Brennpunkte Bürger gedenken der Opfer der Zerstörung Dresdens
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20:58 13.02.2018
Dresden im Februar 1945 nach der Bombardierung. Quelle: Gutbrod
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Dresden

Tausende Dresdner haben am 73. Jahrestag der Zerstörung ihrer Stadt im Zweiten Weltkrieg mit einer Menschenkette ein Zeichen für Frieden und Versöhnung gesetzt.

Hand in Hand verbanden sie über zwei Brücken hinweg am Abend beide Teile der Elbestadt. Neben Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) reihten sich auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Mitglieder seines Kabinetts mit ein.

Zum Auftakt des Gedenkens hatte Hilbert auch an die weltweit 31 Kriege erinnert, die aktuell Leid über Menschen brächten. „Der 13. Februar 1945 war nicht einzigartig - weder im Kontext der Zerstörung europäischer Großstädte während des Zweiten Weltkriegs noch in Bezug zur Gegenwart.“

Das Wachhalten der Erinnerung an die Bombardierung der Stadt sei dennoch wichtig. „Jahr für Jahr schrumpft die Generation, die selbst miterlebt hat, wie Dresden erst im braunen Sumpf versunken und dann im Feuersturm untergegangen ist“, sagte Hilbert. Aus dem 13. Februar erwachse eine Verantwortung, „nicht für die Vergangenheit, aber sehr wohl für das, was heute, morgen und übermorgen geschieht“.

Zum einen gehe es am 13. Februar darum, die „Opfer unserer Stadt in den Mittelpunkt zu stellen“, sagte Hilbert am Rande des Gedenkens. „Zum zweiten aber auch (darum), zu ermahnen, aufzupassen und achtsam zu sein. Sich zu engagieren für Frieden und unsere Gesellschaft.“

Jahrelang hatten Neonazis das historische Datum immer wieder zur Verbreitung ihrer Ideologie missbraucht und versucht, mit einem Opferkult die Verbrechen der Nationalsozialisten zu relativieren. Am vergangenen Samstag waren rund 500 Neonazis aufmarschiert.

Das bis dahin nahezu unzerstörte Dresden war am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach von britischen und amerikanischen Bombern zu weiten Teilen in Schutt und Asche gelegt worden. Bis zu 25 000 Menschen starben dabei nach Erkenntnissen einer Historikerkommission.

dpa

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