Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Mindestens drei Tote bei Lawinenunglück in Frankreich
Nachrichten Brennpunkte Mindestens drei Tote bei Lawinenunglück in Frankreich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:32 14.01.2016
Das Unglück ereignete sich in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble. Symbolbild: Arno Balzarini Quelle: Epa Balzarini
Anzeige
Grenoble

Eine Lawine hat eine Schülergruppe in den französischen Alpen mitgerissen und drei Menschen getötet. Bei den Opfern handelte es sich um zwei Jugendliche und einen ausländischen Skifahrer, der nicht zu der Gruppe gehörte, wie die örtliche Präfektur mitteilte.

Der Lehrer wurde bei dem Unglück in der Wintersportstation Les Deux Alpes südöstlich von Grenoble schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, war aber nicht in Lebensgefahr. Zunächst war noch von weiteren Verletzten die Rede gewesen.

Insgesamt fuhren zehn Schüler auf der gesperrten Piste, als die Lawine abging. Der Rest der Gruppe aus Lyon sei in Sicherheit, sagte Präfekt Jean-Paul Bonnetain dem Sender BFMTV. „Aber die Suche geht trotzdem weiter für den Fall, dass zum Zeitpunkt der Lawine noch weitere Skifahrer neben der Schülergruppe auf der Piste waren.“ Die Jugendlichen stehen laut Bonnetain unter Schock, es handele sich um Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Die Piste war schon seit Beginn der Skisaison gesperrt. „Also war es qua Definition gefährlich, sich auf diese Piste zu begeben“, sagte Oberst Jean-Luc Villeminey von der Gendarmerie. „Umso mehr, als das Lawinenrisiko heute erhöht war.“

Die Umstände des Unglücks waren zunächst noch nicht geklärt, die Staatsanwaltschaft ordnete eine Untersuchung an. Nach Angaben des Senders France Bleu hatten die Schüler einen Sportschwerpunkt. „Die Piste erforderte ein Niveau, das nicht dem von Anfängern entspricht“, sagte Präfekt Bonnetain.

Rund 80 Rettungskräfte waren im Einsatz, wie das Innenministerium mitteilte. Unterstützt wurden sie von vier Helikoptern, darunter einem mit Wärmebildkamera, sowie von Lawinensuchhunden.

Frankreichs Präsident François Hollande und Premierminister Manuel Valls drückten ihr Mitgefühl aus. „All unsere Gedanken sind bei den Opfern und bei denen, die um ihr Leben kämpfen“, teilte Valls auf Twitter mit.

Die überlebenden Schüler sollten mit dem Bus zurück nach Lyon gebracht werden. Nach Angaben des Innenministeriums umfasste die Gruppe vom Lycée Saint-Exupéry insgesamt 19 Schüler und drei Begleiter. Bildungsministerin Najat Vallaud-Belkacem wollte noch am Abend nach Lyon reisen.


Tweet der Präfektur
Bericht der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré"
Bericht des Radiosenders France Bleu
Tweet der Gendarmerie
Tweet Manuel Valls
Mitteilung Élysée

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In den französischen Alpen hat eine Lawine eine Schülergruppe mitgerissen und mindestens drei Menschen getötet.

13.01.2016

Der Terroranschlag von Istanbul richtete sich nach Einschätzung der Bundesregierung nicht gezielt gegen Deutsche. Die zehn Opfer des Selbstmordattentäters waren alle Deutsche. Die Bundeswehr ist bereit, Tote und Verletzte zurück nach Deutschland zu holen.

13.01.2016

Der Terroranschlag von Istanbul richtete sich nach Einschätzung der Bundesregierung nicht gezielt gegen Deutsche. Die zehn Opfer des Selbstmordattentäters waren alle Deutsche. Die Bundeswehr ist bereit, Tote und Verletzte zurück nach Deutschland zu holen.

20.01.2016
Anzeige