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Mutter soll Sohn für Vergewaltigungen angeboten haben

Ermittlungen laufen Mutter soll Sohn für Vergewaltigungen angeboten haben

Eine Mutter soll ihr Kind Männern für Vergewaltigungen überlassen haben - Ermittler untersuchen weiter Details zu dem grausigen Fall. Im Internet sollen die perversen Verbrechen vorbereitet worden sein. Das Jugendamt muss sich auf kritische Fragen einstellen.

Eine Mutter soll ihr Kind für Vergewaltigungen verkauft haben. 

Quelle: Patrick Seeger

Freiburg. Trotz Hinweisen auf die sexuelle Gefährdung eines Neunjährigen aus der Region Freiburg ist der Junge nicht dauerhaft aus seiner Familie geholt worden.

Bereits im März habe die Polizei den zuständigen Behörden von einer möglichen Gefahr für das Kind berichtet, wie der Pressesprecher des Landratsamtes Breisgau-Hochschwarzwald, Matthias Fetterer, am Freitag mitteilte. Das Familiengericht habe den Schüler allerdings wieder nach Hause geschickt - warum, wisse er nicht. Auch eine spätere Entscheidung des Oberlandesgerichts habe an dem Beschluss nichts geändert. Erst im September 2017 sei der Junge dann endgültig aus seiner Familie geholt worden, nachdem die Polizei auf den möglichen sexuellen Missbrauch des Kindes verwiesen habe.

Die Mutter des Jungen soll ihr Kind seit 2015 gegen mehrere Tausend Euro für Sex im Internet angeboten haben. Die 47-Jährige soll sich zudem mit ihrem 37 Jahre alten Partner an dem Kind vergangen haben. Neben diesen zwei Verdächtigen sitzen sechs Männer in Untersuchungshaft, die aus Deutschland und anderen Ländern angereist sein sollen, um das Opfer zu missbrauchen und zu vergewaltigen.

Der Junge wurde nach Fetterers Angaben bereits im Kindergartenalter betreut. „Dabei ging es um Hilfen zur Förderung der persönlichen Entwicklung des Kindes.“ Was genau darunter zu verstehen ist, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die Ermittler hatten den Missbrauchsfall am Donnerstag öffentlich gemacht. Sie prüfen auch mögliche Verbindungen zu anderen Taten. Hierfür werten die Ermittler beschlagnahmte Filme und Datenträger aus, wie eine Polizeisprecherin sagte. Einige der Verdächtigen sind nach Angaben der Staatsanwaltschaft Freiburg wegen schwerer Misshandlung von Kindern vorbestraft.

Im Zentrum des Falls stehen die Mutter des Jungen sowie ihr Partner. Beide lebten bei Freiburg. Sie sollen das Kind auch gemeinsam sexuell misshandelt haben. Die Kontaktaufnahme mit den Männern lief laut Ermittlern über das Internet. Hierfür sei auch das sogenannte Darknet, ein verborgener Teil des Internets, genutzt worden sein, bestätigte ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) in Stuttgart.

Der Junge sei von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Tatorten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben. Der Junge ist mittlerweile in staatlicher Obhut und wird betreut.

Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten der Behörde oder anderer Dritter gebe es bisher nicht, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auf den Pädophilenring waren die Ermittler den Angaben zufolge erstmals im vergangenen September durch einen anonymen Hinweis gestoßen. Die Mutter ist den Angaben zufolge strafrechtlich bislang nicht in Erscheinung getreten.

Nach Angaben des Landeskriminalamts handelt es sich um den schwerwiegendsten Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern, den die Behörde jemals bearbeitet hat. Die verdächtigen Männer seien 32 bis 49 Jahre alt. Sie stammen den Ermittlern zufolge aus der Nähe von Freiburg, aus Schleswig-Holstein, der Schweiz und Spanien. Festgenommen wurden sie in Deutschland, Österreich und Spanien.

Der Lebensgefährte der Mutter hätte nach Informationen der „Stuttgarter Zeitung“ und der „Stuttgarter Nachrichten“ mit dem Opfer gar keinen Umgang haben dürfen. Der Freiburger Oberstaatsanwalt Michael Mächtel sagte den Blättern, der Mann sei bereits wegen Kindesmissbrauchs vorbestraft und dürfe keinen näheren Kontakt zu Minderjährigen haben.

dpa

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