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Brennpunkte Nelson Mandela wird künstlich beatmet
Nachrichten Brennpunkte Nelson Mandela wird künstlich beatmet
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07:31 27.06.2013
Südafrikas Freiheitskämpfer und späterer Präsident Nelson Mandela liegt im Sterben. Foto: str
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Pretoria

Die Ärzte hätten der Familie angeboten, über die Abschaltung der lebenserhaltenden Geräte zu entscheiden, meldete die Zeitung „The Citizen“ ebenfalls unter Berufung auf Angehörige. In Gesprächen mit Medien wollen Familienmitglieder derzeit meist ihre Namen nicht genannt wissen.

Der drohende Tod des Friedensnobelpreisträger überschattet die Vorbereitungen des Südafrika-Besuchs von US-Präsident Barack Obama, der am Freitag in Johannesburg erwartet wird. Amerikanische Diplomaten seien in größter Sorge, dass das minutiös geplante, dreitägige Besuchsprogramm Obamas am Kap bei einem Ableben Mandelas in diesen Tagen völlig unrealistisch sei, sagten westliche Diplomaten der dpa.

Sollte Mandela gar bis Freitagmorgen sterben, sei die Streichung des ganzen Obama-Besuchs in Südafrika angesichts der dann ausgerufenen Staatstrauer denkbar, hieß es. Der US-Präsident würde dann zu den Beisetzungsfeierlichkeiten - vermutlich fünf oder sechs Tage nach dem Tod Mandelas - nach Südafrika kommen. Stürbe Mandela während Obama im Lande sei, sei eine drastische Kürzung des Programms wahrscheinlich, so die Diplomaten.

Das südafrikanische Präsidialamt hatte Mandelas Zustand am Dienstag als nach wie vor „kritisch“ bezeichnet. Der südafrikanische Nationalheld befindet sich seit dem 8. Juni wegen einer schweren Lungenentzündung im Medi-Clinic-Heart-Krankenhaus in Pretoria. Sein Zustand hatte sich - nach vorübergehender Besserung - am Sonntag wieder verschlechtert.

Auch am Mittwoch wurden wieder zahlreiche Karten mit Genesungswünschen, von Kindern gemalte Bilder, Blumensträuße und Luftballons vor das Hospital gelegt und an seinen Zäunen befestigt. In der Nacht hatten Menschen Kerzen angezündet, gebetet und Lieder der Freiheitsbewegung gesungen. Mandelas Zustand ist seit Wochen das alles beherrschende Thema in Südafrika.

Mandela hatte wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheidsystem 27 Jahre lang in Haft gesessen. 1994 wurde er erster Präsident des demokratischen Südafrikas. Er ebnete den Weg zur Aussöhnung von Schwarzen und Weißen in seinem Heimatland.

dpa

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