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Netanjahu: Normalisierung geht trotz Putschversuchs weiter

Jerusalem Netanjahu: Normalisierung geht trotz Putschversuchs weiter

Der Putschversuch in der Türkei wird sich nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten nicht negativ auf den Versöhnungsprozess mit Israel auswirken.

Jerusalem. Der Putschversuch in der Türkei wird sich nach Einschätzung des israelischen Ministerpräsidenten nicht negativ auf den Versöhnungsprozess mit Israel auswirken.

„Wir gehen davon aus, dass der Prozess ungeachtet der dramatischen Vorfälle in der Türkei weitergeht“, sagte Benjamin Netanjahu am Sonntag während der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Nach sechs Jahren Eiszeit hatten die ehemaligen Bündnispartner im vergangenen Monat ein Abkommen unterzeichnet, das eine umfassende Normalisierung ihrer Beziehungen vorsieht.

2010 war es zum Bruch gekommen, nachdem die israelische Marine ein Gaza-Solidaritätsschiff gestürmt und dabei zehn türkische Staatsbürger getötet hatte. Dafür soll Israel nach dem Abkommen rund 20 Millionen Dollar Entschädigung zahlen.

Im Zuge des Anschlags in Nizza fordert Netanjahu eine internationale Front gegen Terrorismus. „Die schockierende Terrorattacke in Nizza verdeutlicht die Notwendigkeit eines einheitlichen und aggressiven Vorgehens gegen den mörderischen Terrorismus, der die ganze Welt angreift“, sagte Netanjahu am Sonntag während einer Kabinettssitzung in Jerusalem.

Netanjahu warf der Palästinensischen Autonomiebehörde vor, den Anschlag in Nizza zwar verurteilt zu haben, aber zu ähnlichen Attacken mit Fahrzeugen auf Israelis zu ermutigen. „Sie verherrlichen die Terroristen, die dafür verantwortlich sind, und finanzieren ihre Familien, wenn die Terroristen tot sind“, sagte Netanjahu. „Terror ist Terror, sei es in Frankreich oder Israel.“

Palästinenser haben in den vergangenen Jahren immer wieder israelische Passanten gezielt mit ihren Autos gerammt. Die Palästinenser sehen solche Angriffe als Teil ihres Kampfes gegen die fortwährende israelische Besatzung. Israel hält hingegen Aufhetzung zur Gewalt in palästinensischen Medien für den Hauptgrund.

dpa

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