Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Panama Papers, Bahamas Liste und nun Paradise Papers
Nachrichten Brennpunkte Panama Papers, Bahamas Liste und nun Paradise Papers
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:04 05.11.2017
Die Panama-Papers waren Unterlagen der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die von Journalisten weltweit ausgewertet wurden. Quelle: Alejandro Bolivar/efe/archiv
Berlin

Deutsche und internationale Medien haben mit den Paradise Papers zum dritten Mal Personendaten zu Briefkastenfirmen in Steuerparadiesen und zu riskanten Geschäftsbeziehungen veröffentlicht. Zuerst kamen die Panama Papers im Frühjahr 2016. Sie schlugen die höchsten Wellen.

Danach im Herbst die Bahamas Liste. In Deutschland sind die „Süddeutsche Zeitung“ sowie die Sender NDR und WDR an den Enthüllungen beteiligt.

Die Panama-Papers waren Unterlagen der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die von Journalisten weltweit ausgewertet wurden. Aus ihnen ging hervor, dass zahlreiche Politiker, Sportler und andere Prominente Vermögen in Offshore-Firmen hielten.

Durch die Enthüllungen gerieten Politiker, Geschäftsleute und Prominente unter Druck. So verlor der pakistanische Regierungschef Nawaz Sharif wegen Korruptionsvorwürfen sein Amt. Die Opposition stützte ihre Vorwürfe auch auf Dokumente, die im Zuge der Panama Papers-Enthüllungen aufgetaucht waren. In Malta gab es im Juni wegen der Panama Papers Neuwahlen und in Island führte die Veröffentlichung zum Rücktritt des Ministerpräsidenten Sigmundur Gunnlaugsson und zum Verzicht des Staatschefs Ólafur Ragnar Grímsson auf eine Wiederwahl.

Der internationalen Medien zugespielte Datenberg zeigte große Geldströme nach Panama, wo Tausende Briefkastenfirmen angesiedelt sind. Ob es sich dabei auch um strafbare Geschäfte handelt, prüften weltweit Staatsanwälte. Die 11,5 Millionen Dateien umfassten E-Mails, Urkunden und Kontoauszüge zu 214.000 Gesellschaften vor allem in der Karibik. Dabei tauchten die Namen von 140 Politikern oder Politikervertrauten auf.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist die zweite Stufe der Operation Jamaika. Nach Sticheleien und Gerangel um diverse Themen wollen sich die möglichen Koalitionäre auf das Entscheidende konzentrieren: Kommt ein Bündnis politisch in Gang?

05.11.2017

Wegen anonymer Bombendrohungen haben Moskauer Sicherheitskräfte rund 30 Gebäude geräumt, darunter das renommierte Bolschoi-Theater und das beliebte Kaufhaus GUM am Roten Platz.

05.11.2017

Nun kommt auch der Chef hinter Gitter. Der entmachtete katalanische Regionalpräsident Puigdemont stellte sich der Polizei in Belgien. Viele meinen aber: Die Inhaftierungen höhlen die Unabhängigkeitsbewegung nicht aus - ganz im Gegenteil.

05.11.2017