Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Philologenverband: Ohne Lesen keine gute Rechtschreibung
Nachrichten Brennpunkte Philologenverband: Ohne Lesen keine gute Rechtschreibung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:18 09.08.2016
Berlin

Die Rechtschreibreform vor 20 Jahren ist nach Worten des Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nicht Hauptursache für die nachlassenden Rechtschreibleistungen von Schülern.

Es sei zwar eine unbestreitbare Tatsache, dass die Rechtschreibleistungen auch an Gymnasien immer schwächer würden, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die Hauptursache sieht Meidinger aber darin, „dass wir es insbesondere bei den meisten Jungen mittlerweile mit einer Generation von Jugendlichen zu tun haben, die kaum mehr liest“. Ohne intensives Lesen erwerbe man aber auch keine ausreichende Rechtschreibkompetenz, betont der Experte.

Der Bildungspolitik wirft Meidinger vor, den Rechtschreibunterricht in den Lehrplänen seit den 90er-Jahren systematisch zu vernachlässigen. Weil Rechtschreibung als Bildungsbarriere gelte, führe sie in manchen Bundesländern insbesondere in der Mittelstufe ein Randdasein.

„Ich halte es für einen schweren Fehler, dass es Bundesländer gibt, in denen zumindest in bestimmten Jahrgangsstufen keine benoteten Rechtschreibdiktate mehr geschrieben werden dürfen“, kritisierte Meidinger. In keinem anderen europäischen Land werde dem muttersprachlichen Unterricht in den Stundentafeln so wenig Platz eingeräumt.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei stürzte die einstigen Partner Moskau und Ankara in eine tiefe Krise. Türkische F16-Jets hatten die Suchoi Su-24 am 24.

16.08.2016

Neuanfang an der Newa: Bei seiner ersten Auslandsreise seit dem Putschversuch besucht Erdogan Russland, um einen erbitterten Konflikt mit Putin beizulegen. Im Westen löst das Treffen Sorge über eine mögliche Neuorientierung der Türkei aus.

09.08.2016

Die Bundesregierung schickt gut drei Wochen nach dem Putschversuch einen Staatssekretär in die Türkei - als Geste der Solidarität. In Ankara hätte man sich allerdings Außenminister Steinmeier erhofft.

15.08.2016