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Brennpunkte Plastik immer und überall - einige wichtige Fakten
Nachrichten Brennpunkte Plastik immer und überall - einige wichtige Fakten
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16:59 28.05.2018
Bei keinem Grillfest wegzudenken: Messer, Gabeln und Becher aus Plastik. Quelle: Patrick Pleul
Brüssel

Plastik ist überall. Von der Brotbox bis zum Fernseher, vom Fensterrahmen bis zur Sonnenbrille - der moderne Alltag wäre ohne Kunststoffe undenkbar. Jährlich werden in Europa nach Angaben der EU-Kommission rund 49 Millionen Tonnen davon auf den Markt gebracht, weltweit waren es 2015 rund 322 Millionen Tonnen.

Seit den 1960er Jahren hat sich die Produktion weltweit verzwanzigfacht. Und in den kommenden 20 Jahren werde sie sich noch einmal verdoppeln, heißt es in einer Analyse der Kommission.

Wenn von Plastikmüll und den dadurch entstehenden Umweltgefahren die Rede ist, geht es aber meist nicht um langlebige Gehäuse und Produkte zum Mehrfachgebrauch, sondern um Verpackungen und Wegwerfware. Dies steht nach Kommissionsangaben für knapp 40 Prozent der gesamten Kunststoffnachfrage in Europa.

Jährlich entstehen europaweit knapp 26 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle. Weniger als 30 Prozent werden zur Wiederverwertung gesammelt und noch viel weniger davon tatsächlich in Europa recycelt: nach Angaben der Kommission nur 2 bis 3 Millionen Tonnen im Jahr. Für Deutschland geht das Umweltbundesamt für 2015 von 5,92 Millionen Tonnen Kunststoffabfällen aus. Rund 46 Prozent davon seien werk- oder rohstofflich genutzt worden. Fast der gesamte Rest wurde verbrannt.

Die EU-Kommission schlug am Montag Verbote einzelner Plastikprodukte vor, die besonders oft als Müll im Meer landen, weil sie oft nicht ordentlich entsorgt, gesammelt oder recycelt werden: Plastikbesteck und -geschirr, Wattestäbchen, Ballonhalter und Strohhalme. Für solche Produkte hat gerade die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung im Auftrag des Umweltverbands Nabu Zahlen ermittelt: Demnach wurden in Deutschland 2017 rund 105.500 Tonnen Kunststoff für Einweggeschirr, Einwegbesteck und Mitnehm-Verpackungen für Fastfood verbraucht.

dpa

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