Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte „Playboy“ & Co: Erotik-Magazine durch das Netz unter Druck
Nachrichten Brennpunkte „Playboy“ & Co: Erotik-Magazine durch das Netz unter Druck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 28.09.2017
Die legendäre „Playboy Mansion“ des „Playboy“-Gründers Hugh Hefner in Beverly Hills. Quelle: PeI/PEI
Los Angeles

Ob „Playboy“, „Hustler“ oder „Penthouse“ - das Internet hat das Geschäft mit gedruckten Erotik-Zeitschriften deutlich erschwert. Grund ist die Masse an oftmals kostenlos zugänglichen Websites für pornografische Inhalte.

Der Vorsitzende des Unternehmens Playboy-Enterprises, Scott Flanders, sagte im Jahr 2015: „Man ist jetzt einen Klick entfernt von jedem nur denkbaren sexuellen Akt für umsonst.“

Schätzungen zur Zahl pornografischer Websites gehen weit auseinander. Das Online-Magazin „Salon“ berichtete 2013 von weltweit 25 Millionen Porno-Websites - zwölf Prozent der Websites weltweit. Dem Computer-Blog „ExtremeTech“ zufolge machen pornografische Inhalte rund 30 Prozent des weltweiten Datenverkehrs aus. Das Unternehmen „Covenant Eyes“, dessen Software Kinder im Internet vor nicht jugendfreien Inhalten schützen soll, zählt 6,1 Milliarden Suchanfragen rund um Pornografie seit Anfang 2015.

Magazinverleger hat diese Porno-Flut stark unter Druck gesetzt. Die „Playboy“-Auflage sank von einst sieben Millionen in den 70ern auf 800 000 Stück im Jahr 2015. Die Marke versuchte im Gegenzug, sich mehr im Mainstream zu positionieren, indem Fotos nackter Frauen von der Playboy-Website und zeitweise auch aus dem Heft verbannt wurden.

Auf der neuen „safe for work“-Website - einer Internetseite, die auch am Arbeitsplatz geklickt werden kann - schien das Konzept aufzugehen: Die Besucher-Zahl vervierfachte sich laut „Playboy“ nach dem Schritt schlagartig von 4 auf 16 Millionen Besucher pro Monat.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Drei Tage vor einem umstrittenen Referendum in Katalonien über die Loslösung von Spanien haben Tausende Studenten die von der spanischen Justiz verbotene Abstimmung unterstützt.

28.09.2017

Mit Nacktaufnahmen, Interviews, deftigen Herrenwitzen und Tipps für den Umgang mit dem anderen Geschlecht machte er den „Playboy“ zu einer internationalen Marke. Nun ist Hugh Hefner im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Zukunft des Unternehmens ist ungewiss.

28.09.2017

Hugh Hefner war ein Selfmademan und um keinen Spruch verlegen. „Der Großteil meines Lebens war so, wie ein Jugendlicher sich das Erwachsensein vorstellt.“ (1992 ...

28.09.2017