Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Brennpunkte Preisträger Barish: „Schlaksig, ausgeglichen, sanfte Stimme“
Nachrichten Brennpunkte Preisträger Barish: „Schlaksig, ausgeglichen, sanfte Stimme“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 03.10.2017
Anzeige
Los Angeles

Barry C. Barish ist heimatverbunden. Geboren 1936 im US-Bundesstaat Nebraska, kam er als Kind nach Kalifornien. In den 50er Jahren begann Barish sein Studium an der University of California in Berkeley.

1963 wechselte er an das California Institute of Technology wenige Autostunden weiter südlich in Los Angeles, wo er seitdem - seit mehr als einem halben Jahrhundert - lehrt und forscht, inzwischen als Professor Emeritus.

Der Physiker hat dutzende Preise gewonnen und so viele wissenschaftliche Aufsätze veröffentlicht, dass er auf seiner Webseite nur eine Auswahlliste anzeigt, die allein schon mehrere Seiten lang ist.

Als „schlaksig, ausgeglichen und mit sanfter Stimme“ beschrieb das Magazin „Science“ den 81-Jährigen einmal. Barish habe das Ligo, das speziell für den Nachweis von Gravitationswellen gebaut wurde, zwar nicht erfunden, aber in den 80er Jahren erst so richtig zum Funktionieren gebracht, sind sich viele Experten einig.

Barish bestreitet das nicht. „Ich denke, dass ein Körnchen Wahrheit darin liegt, dass es das Ligo nicht geben würden, wenn ich es nicht gemacht hätte.“ Ein Nobelpreis, so hatte er bereits früher in Interviews gesagt, wäre also nicht „unverdient“.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das hätte selbst Albert Einstein überrascht: Die von ihm vorhergesagten, winzigen Gravitationswellen können tatsächlich gemessen werden. Das ist 2017 einen Nobelpreis wert. Mehrere Wege führen dabei nach Deutschland.

03.10.2017

Ligo ist ein sogenanntes Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatorium, das in den USA speziell für den Nachweis von Gravitationswellen gebaut wurde.

03.10.2017

Der Nachweis von Gravitationswellen ist für die Astronomie revolutionär. Damit könnte man womöglich bald die ersten Sekunden des Urknalls untersuchen - und etliches mehr. Drei US-Forscher bekommen für den Coup nun den Physik-Nobelpreis.

03.10.2017
Anzeige