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Brennpunkte Raubkopien im Internet: Behörden schalten Download-Portal ab
Nachrichten Brennpunkte Raubkopien im Internet: Behörden schalten Download-Portal ab
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12:25 10.11.2017
Surfen im Dunklen: Nach einer bundesweiten Razzia hat die Polizei ein illegales Download-Portal für Filme, Musik. E-Books und Computerspiele geschlossen. Quelle: Karl-Josef Hildenbrand
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Frankfurt/Main

Nach einer bundesweiten Razzia hat die Polizei ein illegales Download-Portal für Filme, Musik. E-Books und Computerspiele geschlossen. Über die Plattform „usenetrevolution.info“ seien verbotene Raubkopien angeboten worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt mit.

Dadurch sei den Inhabern der jeweiligen Urheberrechte ein Schaden von mindestens 2,9 Millionen Euro entstanden. Zuvor hatten die Ermittler die Wohnungen von 42 Verdächtigen in 13 Bundesländern durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 49 Jahre alter Mann aus dem Wetteraukreis. Er soll als Administrator für den technischen Betrieb der Plattform verantwortlich gewesen sein. Unterstützt wurde er nach Ansicht der Behörden dabei von seiner 39 Jahre alte Ehefrau sowie drei 41, 42 und 52 Jahre alten Männern aus Hessen. Wie die restlichen 23 bis 72 Jahre alten Verdächtigen in die illegalen Machenschaften eingebunden waren, war zunächst unklar. Die örtlichen Staatsanwaltschaften übernahmen die Ermittlungen.

Einer der Server des Portals stand den Angaben zufolge in den Niederlanden, weitere in Frankreich. Sie wurden mit Hilfe des Hessischen Landeskriminalamtes ausfindig gemacht und ebenfalls abgeschaltet. Das Internet-Portal hatte bis zu seine Schließung am Mittwoch laut Generalstaatsanwaltschaft rund 27 000 Mitglieder.

Das Usenet ist ein weltweites Online-Netzwerk und ein eigenständiger Dienst im Internet, der lange vor dem World Wide Web entstanden ist. Über Newsgroups, die wie schwarze Bretter funktionieren, können auch Dateien ausgetauscht werden. Diese Funktion wird von Kriminellen auch für den Vertrieb von Raubkopien missbraucht.

dpa

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